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SIERRA VEINS

In The Name Of Blood

Es ist eine alte Maschinenhalle, an deren Wänden der raue Beton in verschiedenen Grautönen bröckelt. Von einiger Entfernung ist nur ein treibender Bass in der Nacht wahrnehmbar, der immer wieder aussetzt. Jetzt tritt die Person näher und unmittelbar vor dem Eingang dringen auch höhere Frequenzen ans Ohr, bevor, sich das gesamte Klangspektrum im Inneren der Location offenbart. Synthwave, EBM und Darkwave vermischen sich zu einem druckvollen und energiegeladenen Beatmix, der wie ein Gerüst als permanenter Hintergrund die teilweise fragil wirkenden Vocals trägt. Trotz der dominanten elektronischen Basis bleibt die Stimme dabei ein bestimmendes Element, dass je nach Färbung die Atmosphäre in der Halle beeinflusst. Düstere Ekstase, schweißtreibende rohe Energie oder melancholische Klanglandschaften  –  SIERRA VEINS, die sich früher nur SIERRA nannte, spielt gekonnt mit den verschiedenen Nuancen. So wie „In The Name Of Blood“ thematisch als introspektives Werk über Identität und Selbstfindung konzipiert ist, bleibt auch die transportierte Stimmung nur ein grober Umriss im wabernden Dunst  –  darauf ausgelegt, sie mit der eigenen Interpretation zu füllen.

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