SLEEP TOKEN

Even In Arcadia

Am 9. Mai erschien das neue Album von SLEEP TOKEN und wer wiedre auf einen facettenreichen Kracher hofft, wird definitiv nicht enttäuscht. SLEEP TOKEN lassen sich weiterhin in keine Schublade stecken. Frühere Rezensenten warfen bereits Worte wie „schwer kategorisierbar“ oder „irgendwas zwischen allem“ in den Raum. Sänger Vessel hält wenig von Genres: Musik sei etwas „für jedermann“. Auch das neue Album klingt so, es ist eine intensive Mischung aus Indierock, Post-Metal, Alternative Metal, Metalcore, Ambient, dazu Jazz und Lounge-Sounds. Jeder Song überrascht aufs Neue. Man wartet oft auf einen Breakdown – manchmal kommt er, manchmal nimmt der Track eine völlig andere Wendung. „Look to windward“ eröffnet das Album einladend und melancholisch. „Emergence“ gefällt besonders, vor allem das jazzige Ende. „Past self“ klingt wie ein erfolgreicher Top-20-R&B-Track, besitzt aber viel Tiefgang. Das Album überrascht einen ständig und macht richtig Spaß. „Caramel“ gewährt als erste Single einen guten Einblick, gibt aber längst nicht das ganze Überraschungspotenzial preis. „Even in Arcadia“ überzeugt als Titeltrack, mein Favorit ist aber „Damocles“. Ein starkes Album, das jeden an einer anderen Stelle abholt. Unbedingt reinhören!

Anzeige