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SLOW CRUSH

Thirst

In der Sonne stehen und dabei schön verglühen. Dieses Gefühl stellt sich ein, wenn der dritte Streich von SLOW CRUSH läuft. Hören sich viele Shoegaze-Bands oft nach Finsternis und Nebel an, suchen die Belgier das Licht. Dabei gelingt es ihnen, trotz ähnlicher Stilistik und oft getragener Rhythmen zehn unterschiedlich klingende Nummern zu präsentieren. „Covet“ kommt beschwingter daher, „Hollow“ funktioniert im Vordergrund quasi ohne klassische Metal-Instrumentierung, das Instrumental „Ogilt“ hüllt einen als Hörer förmlich ein und das abschließende „Hlytt“ driftet in seinem Crescendo fast schon in Blackgaze-Richtung ab. Hier arbeiten die Belgier wie an einigen anderen Stellen des Werks im Hintergrund mit Kreischgesang, der dem Ganzen eine ganz neue Dimension beschert. Zusammen mit der wuchtigen und epischen Produktion von Lewis Johns, machen SLOW CRUSH so einen ordentlichen Schritt nach vorne und emanzipieren sich (endlich) von dem Sound, den sie auf ihrem übergroßen Debüt „Aurora“ geprägt haben. Überzeugendes Shoegaze-Album, das seine Fühler in viele Richtungen ausstreckt, dabei jedoch durchgängig warm und erfüllend klingt.

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