
Vor langer Zeit bescherten dem Rezensenten THE GHOST AND THE MACHINE in Duo-Besetzung in Wien eine dieser zu selten vorkommenden Sternstunden, wo der Musikverrückte ein Konzert lang weiß, dabei ekstatisch sein Glück kaum fassen kann, dass er gerade das Licht hört. Der Musikalltag lässt solche Sternstunden meist „schrumpfen“, aber nicht selten bleiben die Urheber solcher Erlebnisse künstlerisch spannend. Wie Andreas Lechner, der als Multi-Instrumentalist (gt, bs, synth, voc) und Songwriter nun einer veränderten Besetzung von THE GHOST AND THE MACHINE vorsteht. „Sorrows“ spiegelt seine Vorliebe für Americana (die nicht selten nach Australien klingen) ebenso wider, wie seine Vision einer Musik mit zeitgemäßem, eigenwilligen Pop-Appeal, die dabei ihre ganz eigene Poesie und Atmosphäre verströmt. Was „Sorrows“ zum detailreichen Genuss macht, die Albumlänge wird über zwölf Songs ausgenutzt und bietet dem willigen Hörer (mir!) unterschiedliche Ausprägungen und Aspekte eines meist „dunkelromantischen“ künstlerischen Blicks auf Leben und Welt, sich zu einem spannenden Ganzen verdichtend. Grandios!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Rainer Krispel