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SPIRITUAL CRAMP

Rude

Nach ihrem beachtenswerten selbstbetitelten Werk von 2023 sind die Styler von SPIRITUAL CRAMP zurück und bringen aus dem Stand eines der umwerfendsten Werke des Jahres raus. Dabei beschränken sie sich nicht allein auf ihre Stärke, THE HIVES jederzeit locker an die Wand spielen zu können, sondern tauchen tiefer in das Konzept ein, neben großmäuligen, riffstarken Kloppern auch eine persönlichere Seite zu zeigen. SPIRITUAL CRAMP scheren sich einen Dreck darum, als geradlinig zu gelten, und arbeiten lieber mit starken songwriterischen Elementen, halten den Unterhaltungswert hoch und schaffen so ein Werk, das zwar vielseitig, aber trotzdem in sich geschlossen ist. „Rude“ ist eine Platte, die man durchhört, ohne dass die Aufmerksamkeit wirklich nachlässt. Höhepunkt dieser Neigung zur Eingängigkeit ist zweifelsohne das Duett „You’ve got my number“ mit Indie-Queen Sharon Van Etten, die eigentlich drei Ligen über SPIRITUAL CRAMP spielt, sich aber nicht zu fein ist, in dem Song wirklich präsent zu sein – und nicht nur kurz mal aufzutauchen, wie es bei Features ja oft der Fall ist. Auch wenn die Band auf den ersten Blick so wirkt, wie ihr Album heißt, nämlich „rude“, wollen SPIRITUAL CRAMP in erster Linie starke Songs abliefern und das gelingt ihnen auf voller Länge.

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