
Kurz und knapp: „Here To Destroy“ ist eins der besten Punk-Alben, das mir seit langem auf den Plattenteller gekommen ist. Beim ersten Hören hätte ich meinen Arsch darauf verwettet, dass das eine dieser Bands ist, die sekündlich aus dem schier unerschöpflichen Genpool der australischen Punk-Pub-Garage-Rock-Szene auftauchen, die erst den eigenen Kontinent und dann die restlichen mit unfassbar guten, rasanten, rauhen Punksongs überfluten, die kleine Kellerclubs in Hexenkessel verwandeln, aber auch große Venues brennen lassen, die die frühen AC/DC genauso im Blut haben wie AMYL & THE SNIFFERS. Aber, da habe ich wohl falsch gelegen, hört sich zwar an wie aus Down Under, die SPLIT DOGS sind jedoch in Bristol beheimatet. Was dann auch diesen feinen Unterschied ausmacht. Viel britische 77er Attitude und eher englischer Rauhbein-Pubrock à la SLADE statt Bon Scott, dazu diese Stimme von Sänger:in Harry Martinez, näselnd, sich manchmal fast überschlagend und wunderbar snotty. Viel besser wird’s dieses Jahr nicht.
© by - Ausgabe # und 18. Juni 2026
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und Joni de Groot