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STATUES

Dopamine

Ich habe die schwedische Band aus Umeå tatsächlich noch nie gefragt, ob sie sich nach der HÜSKER DÜ-7“ von 1981 benannt hat. Passen würde es, berufen sich Calle Svedjehed, Johan Sellman und Magnus Öberg doch explizit auf die SST-Bands der 1980er als prägenden Einfluss. Anfang 2019 kam das Debüt „Adult Lobotomy“ auf Crazysane, 2020 der Nachfolger „Holocene“ auf Lövely, 2023 eben dort das dritte Album „Black Arcs Rising“. Das vierte hat das Trio, das auf vorherige Bands wie KVLR, STARMARKET und SHREDHEAD zurückblicken kann, nun in Eigenregie veröffentlicht, notgedrungen, denn das rührige Label Lövely musste seine Arbeit einstellen. Die Kurzform von Dihydroxyphenylethylamin wurde als Titel gewählt, und schaut man sich mal an, bei welchen mentalen „Sonderzuständen“ dieser Neurotransmitter im Spiel ist, wird einem ganz anders. Gut, dass Dopamin in Form dieses Albums genossen, niemals über- oder unterdosiert sein kann, dass hiervon ausnahmslos ein positiver mentaler Zustand ausgeht. Gitarrist Johan antwortete auf meine Frage nach Einflüssen jenseits der bereits in früheren Interviews angeführten HÜSKER DÜ, DINOSAUR JR., BAD BRAINS, SOUNDGARDEN und SONIC YOUTH: „Bands wie PABLO MATISSE und SWEET TEETH fühlen sich für mich in Bezug auf die Energie als auch Ästhetik immer noch wie Seelenverwandte an.“ Und dann ist eben doch wieder alles vertraut: dichter, pulsierender, melodiöser Punkrock mit diesem markanten Bass- und Gitarrensound, wie ihn bis heute auch Bob Mould zelebriert. Wer STATUES bislang verpasst hat, sollte sich von all diesem Namedropping wirklich leiten lassen, um reich belohnt zu werden.

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