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STESY

Turn Up The Crazy

Bei dem dritten Album der Österreicher ist der Titel Programm: Die Band um den Sänger und ehemaligen „Voice of Germany“-Teilnehmer Chris hat sich nun vollends dem „Party Metal“ zugewandt. Dies bedeutet: durchgängig cheesy Keyboards zu Metal-Riffs, Songtitel wie „Party patrol“, „Blonde sexmachine“ oder „Pu$$yterror“ und 1990er Eurotrash-Coverversionen. Das Ganze klingt wie eine Ballermann-Party mit Breakdowns. Das kann in einem passenden Rahmen funktionieren, aber das gewisse Etwas fehlt STESY dann leider doch. Während ELECTRIC CALLBOY einfach auch gute Songs schreiben und THE BUTCHER SISTERS viel smartere Songwriter sind, als man zuerst glauben mag, fehlt es „Turn Up The Crazy“ an Substanz, um das Album auch abseits von Partys aufzulegen. Das alles soll lustig und „crazy“ wirken, aber dafür nimmt sich die Band doch immer noch ein wenig zu ernst. Dabei macht „Turn Up The Crazy“ durchaus Spaß, vor allem, wenn man einen gewissen Pegel erreicht hat. Aber so richtig will „Turn Up The Crazy“ nicht zünden. Es wirkt eher ein wenig wie ein Junggesellenabschied, bei dem man mal „so richtig crazy“ sein will und dann im Einhornkostüm in der Fußgängerzone Kondome verkaufen muss. Man muss sich vielleicht nicht selbst so ultra ernst nehmen, aber seine Musik vielleicht doch ein wenig mehr.

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