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STINKY

Solace

Es schickt sich immer, ein Motto zu haben. Deshalb bleibe ich mir auch treu und starte wie so oft mit der Kritik an „Solace“. Das Album ist zwei bis drei Songs zu lang. Hätten sie stattdessen eine längere EP herausgebracht, wären sie deutlich besser beraten gewesen, denn das Album geht anfangs echt voll nach vorne. Die französische Band STINKY startet mit „Down in the dumps“ direkt voll durch: Nach einem melodischen Intro wird eine starke Mischung aus schnellem Hardcore sowie ruhigem Punkrock dargeboten. Das geht wirklich sofort ins Ohr und überträgt sich schnell auf die Beine, die im Takt mitwippen. Vor allem der zuckersüße Refrain ist sehr gelungen. Bei den nächsten Songs packen sie noch einige Schippen drauf und haben zudem namhafte Gäste mit an Bord. So greifen Lou Koller von SICK OF IT ALL sowie Andrew Neufeld von COMEBACK KID hier ins Geschehen ein und sorgen für ordentlich Abwechslung. Die erste Albumhälfte legt also die Messlatte ordentlich hoch, wobei sie mit „Silent birds“ zudem einen richtig starken Banger mit einem fantastischen ALICE IN CHAINS-Gedächtnispart aufbietet. Dieses Level kann „Solace“ leider nicht bis zum Ende halten, so dass irgendwann etwas Langeweile aufkommt. Dennoch ist es ein starkes Album, von der Band aus Nantes wird man bestimmt in den nächsten Jahren noch hören.

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