
Nur knapp ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung seines letzten Werks „Barge At Will“ bringt Jon Snodgrass nun direkt ein neues Album heraus. Daraus spricht zweifellos die überbordende Kreativität, die der Multitasker aus Fort Collins, Colorado bereits seit mehr als drei Dekaden an den Tag legt. Bei „Stoked Ghost“ – benannt nach dem Gespenster-Emoji und in Erinnerung an Jons guten und 2012 leider viel zu früh verstorbenen Freund und Mitstreiter Tony Sly – handelt es sich sensu stricto um zwei separate EPs, die letztlich in Form eines Albums zusammenfanden: Während die A-Seite neben Coverversionen wie „Monster’s holiday“ von Buck Owens oder Warren Zevons „Bill Lee“ auch einige eigene Stücke für einen Halloween-Release aus dem Jahr 2023 enthält, findet sich auf Seite B eine Auswahl an Jingles (wohl gemerkt lediglich acht aus mehr als hundert solcher Werke, die Snodgrass während der Pandemie aufnahm). Daneben hat er sich mit Chris Cresswell, Brain Wahlstrom, Lucy Giles, Bill Stevenson oder Stephen Egerton wieder eine Riege namhafter Mitstreiter gesucht. Inhaltlich beweist Jon trotz all der Emotionalität, die in „Stoked Ghost“ steckt, erneut seine altbekannte Mischung aus Tiefsinn und Humor, die den Songs stets eine angenehme Leichtigkeit verleiht. Summa summarum wieder einmal ein rundum gelungenes Powerpop-Indie-Punk-Werk.
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