
MORK wie MORK und nicht wie MØRK – das ist ein bisschen der Running Gag bei der Vielzahl der Rezensionen, die es zu dem Solo-Projekt des Norwegers Thomas Eriksen gibt, das bereits seit zwanzig Jahren existiert, allerdings erst seit elf Jahren regelmäßig gute Black-Metal-Alben komplett im Alleingang aufnimmt und veröffentlicht. Und da hat er auf jetzt sieben Alben eine beachtliche Entwicklung von eher roher Raserei hin zu den abwechslungsreichen Songs durchgemacht, die jetzt „Syv“ prägen. MORK steht schon lange für Black Metal-Fundamente mit melodiösem Überbau, die Gitarrenharmonien haben Druck, sind aber eben auch Harmonien. Und ganz ähnlich wie bei seinen Landsleuten KHOLD ist der Bass das Instrument, das die Details der Melodien beisteuert. So etwas funktioniert nur mit dem klaren Sound, den MORK glücklicherweise haben. Und eine gewisse Experimentierfreude sollte man bei „Syv“ nicht verschweigen, sind Songs wie „Tidens tann“ schon beinahe episch angelegt und haben sich gegen Ende des Albums Streicher in die Musik gemogelt, bis zum Rausschmeißer „Omme“, der ein rein akustisch instrumentierter Folksong ist. Grandios.
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