
Ihre Arbeit als DJ und Technoproduzentin wird als düster und sinnlich erlebt. Auf ihrem Denovali-Debüt verleiht Lilou Chelal jedoch einer anderen Facette ihres künstlerischen Schaffens Ausdruck: ästhetischem Ambient. Der Flirt mit der Tanzfläche kann auf „Guanyin“ nur erahnt werden. Unter dem Pseudonym TAUCETI fehlen klangliche Elemente, die den Puls steigern. Beats sind kaum vorhanden und Chelal verzichtet darauf, durch den Einfluss von Noise und Dissonanz in spröden Drone-Gefilden Anschluss zu finden. Luftige Synthesizerflächen geben das Tempo vor. Bässe schreiben „Guanyin“ einen kaum wahrnehmbaren und niemals dominierenden Rhythmus ein. Spuren von verschiedenen Bläsern und Streichern weisen auf ihre mittelöstliche und asiatische Herkunft. Die Musik erlaubt einen Rückzug in die Intimität und fällt dementsprechend durch Tiefe auf.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Henrik Beeke