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TEAM SCHEISSE

20 Jahre Drehorgel

Das Erfolgsgeheimnis von TEAM SCHEISSE ist mir ein Rätsel. Klar, die Texte sind witzig, die Musik macht Spaß und auch mit politischen Botschaften geizen die Bremer nicht. Unzählige Deutschpunk-Bands machen nichts anderes. ERNTE 77, KOTZREIZ oder DETLEF, um nur ein paar zu nennen. Aber TEAM SCHEISSE gehen durch die Decke. Vielleicht weil sie auf einem HipHop-Label veröffentlichen? Der Song „Schmetterling“ hat mehr als eine Million Aufrufe bei YouTube und über fünf Millionen auf Spotify. Es gab ein Feature im ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“, außerdem durfte die Band live im „ZDF Magazin Royale“ von Polit-Entertainer Jan Böhmermann auftreten. Dazu kommen große Festivals und ausverkaufte Shows. Tickets kosten allerdings 35 Euro. Vorband für DIE TOTEN HOSEN, Preis für Popkultur. Davon träumen manche Punkbands, andere wenden sich angewidert ab. Auch auf Album Nummer drei haben TEAM SCHEISSE nichts an ihrem Konzept geändert. Kurze, knackige Deutschpunk-Kracher, fast alle unter drei Minuten. Texte über Rauhfasertapete, Spucksteine, Ikea-Menschen oder Altbauwohnungen. Immer witzig, teilweise absurd und provokativ. Und alles mit Attitüde. Humor und Achtsamkeit. Ihren 50k-Instagram-Account hat die Band eigenhändig gelöscht, „weil Zuckerberg ein Loser ist“, wie ihr Pressesprecher verkündet hat. Kann man machen.

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