
Einen regelrechten Wirbelwind von Debütalbum lassen die österreichischen TELEBRAINS vom Stapel. Das Powertrio besetzt eine eigene Nische zwischen Garage-Punk, spleenigem Krautpop, Psychedelia sowie tanzbarem Indierock, streut dazu noch bitterböse Hardrock-Riffs mit in die Wundertüte und lässt sich gar nicht erst darauf ein, einen festen Standpunkt zu beziehen. Die Musiker mit Banderfahrung bei Projekten wie TAXI, SALAMIRECORDER oder ATOM WOMB kommen direkt auf den Punkt und lassen auf dem ungestümen Album (in nur 17 Stunden eingespielt) kaum Luft zum Atmen. Aufgekratzt, getrieben und mit einer kaum zu bremsenden Euphorie stürmen die drei durch das unkonventionelle, auf Knalleffekte setzende Material. Leidenschaftlich und voller Energie, dabei aber, das wird im Laufe des Albums zum Problem, ohne roten Faden und Vision. Manchmal wird hier einfach zu viel an Ideen in den Topf geworfen, und in der Essenz bleibt zu wenig wirklich stringentes Material übrig. Als Debüt ganz passabel, aber leider merkt man dem Ganzen den überstürzten, hastigen Produktionsprozess an.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #176 Oktober/November 2024 und Gereon Helmer