Ein schräger Sound, ein seltsames Album. Kaum ist das Genre auszumachen, wo man es wiedererkennen würde. Zumindest kann man bei Thomas Schmidiger aka TENDER ENDER eine klare Vorliebe für das Klavier konstatieren. Aber auch ein präziser Groove ist ihm wichtig, treibt die Tracks voran. Diese bewegen sich immer an den Grenzen von Genres, mal ein bisschen Elektronik, dann folgt eine an Industrial erinnernde Atmosphäre. Mal Pop, mal Wave, wieder Elektronik und dazu prägnanter Gesang. Dann schweben die Klänge, ziehen wie Drone-Sounds wabernd durch den Raum, stürzen ab und der Hörer findet sich im noisigem Underground eines seltsamen Pop-Wave-Rock wieder. Diese musikalische Vielfalt wächst im Laufe des Albums von Track zu Track und fügt sich zu einem groovenden, dichten und letztendlich sogar fast bezaubernden Album zusammen. Eine umfassend positive Überraschung, auch wenn es beim Hören etwas Zeit benötigt, bis man in diese feine, differenzierte Musik einsteigen kann.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Thomas Neumann