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HEMELBESTORMER

The Radiant Veil

HEMELBESTORMER bedeutet übersetzt „Himmelsstürmer“ – ein solcher ist per Definition ein „ehrgeiziger Träumer mit hohen Zielen“ für den reale Bedingungen und Schwierigkeiten keinerlei Hindernis bedeuten. Das verlangt eine gewisse Kompromisslosigkeit, weshalb der Name perfekt zu dieser Band passt. Die Belgier setzen seit nunmehr vier Alben ihre Vision von Musik gewordener Brachialität um und scheren sich dabei weder um Genregrenzen noch um irgendwelche vorgegebenen klanglichen Pfade. Es wird umgesetzt, was gefällt, und das klingt auch auf „The Radiant Veil“ in der Summe nach einer Melange aus Post-Rock, -Metal, Shoegaze, Doom und Black Metal. Die Platte soll den Soundtrack für eine Reise ins Ungewisse darstellen und genau so fühlen sich die Songs auch an. Nicht zuletzt weil es keine erkennbare feste Struktur in den jeweiligen Stücken gibt. Auch nach mehreren Durchläufen lassen sich immer wieder kleine Details und Überraschungen ausmachen. Für den Song „Turms“ konnte Philip Jamieson von CASPIAN gewonnen werden, der hier einen gnadenlos guten Gesangspart beigesteuert hat. Im sonst weitestgehend instrumental gehaltenen Sound auf dieser Platte ein echter Gänsehautmoment. Gerne mehr davon. Eine Platte des Jahres? Durchaus möglich.

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