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THE UGLY STEPSISTER

„Makellose Gesichter, perfekte Körper: Schönheitsideale auf Social Media sorgen bei Kindern und Jugendlichen für Unzufriedenheit,“ heißt es, womit der Schuldige bereits gefunden ist. Perfekt um jeden Preis durch Beauty Filter und Schönheitsoperationen. Selbstoptimierung und das Erreichen illusorischer Schönheitsideale ist auf jeden Fall mit Risiken und einem hohen Preis verbunden, und ob die eigene Unzufriedenheit damit wirklich verschwindet, ist auch nicht garantiert. Dieses Thema hat die norwegische Regisseurin Emilie Blichfeldt in ihrem Spielfilmdebüt „The Ugly Stepsister“ („Den stygge stesøsteren“, „Die hässliche Stiefschwester“) in einen vor drastischen Ekelbildern und blutigen körperlichen Veränderungen, bis hin zur Selbstverstümmelung, nicht zurückschreckenden, makabren Gothic-Body-Horror verpackt, der „sich hervorragend für Metaphern oder einfach, um zu zeigen, wie es sich anfühlen kann, die weibliche körperliche Erfahrung zu leben“ eignet, wie sie meint. Ganz im Geiste von David Cronenberg wird hier eine unheilvolle Transformation makaber in Szene gesetzt und gleichzeitig den Märchen der Brüder Grimm wie „Aschenputtel“ ein zeitgemäßes, nicht immer schön anzusehendes, subversives Update beschert. „The Ugly Stepsister“ erschien jetzt auf DVD, Blu-ray und als UHD-Version, überraschenderweise ohne Bonusmaterial. Schönheit durch Schmerz lautet das Motto, dem sich im Königreich Swedlandia eine junge Frau auf teils absurde Weise unterwirft (Stichwort: Bandwurm), um mit ihrer schönen Stiefschwester zu konkurrieren und einen Prinzen abzukommen, wie es halt so ist in Märchen. Im Gegensatz zum Body-Horror von „The Substance“ besitzt „The Ugly Stepsister“ aber einen düsteren Realismus, der beim Zuschauer für deutlich mehr Anteilnahme und Schrecken sorgt.

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