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THERE’S A LIGHT / NOIR REVA

Anam Cara

Auf dieser Split-EP regiert der Post-Rock, wie er gedacht ist: spannungsgeladen und geräuschvoll. Nicht vollständig instrumental, denn THERE’S A LIGHT aus dem Schwarzwald staffieren zumindest die zweite Hälfte des Stücks „Aporia“ gesanglich aus. NOIR REVA aus Rheinland-Pfalz bleiben ihren Ursprüngen treu und variieren die auf zwei vorhergegangenen Platten angewendete Formel nur minimal. Die Ausgangslage ist ungewöhnlich, denn der Veröffentlichung ging im Sommer 2024 eine gemeinsame zweiwöchige Tour durch China voraus. Beiden Bands ist ein Gespür für einprägsame Melodien zu eigen. Sie kommen ohne überladene Kompositionen aus und widersetzen sich jeglicher Umwege, die die pure Essenz von geradliniger Instrumentalmusik stören könnte. Unvorhersehbarer sind THERE’S A LIGHT und das liegt nicht in erster Linie am ins Pathetische driftenden Gesang, sondern leitet sich auf „Anam Cara“ vor allem musikalisch ab. Die nachwirkenden Melodien von NOIR REVA sind subtiler und verlagern sich nicht so sehr ins Überbordende, sondern sie treiben ihre beiden Stücke in luftige Höhen, in der sie auch fröhliche Passagen ausleben können. Post-Rock bleibt unverkennbar und ist weiterhin eine nicht versiegende Quelle an Ideenreichtum.

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