
Drei Jahre haben die Saarbrücker TRUST ISSUES (entstanden in der Nachfolge von CROWD OF ISOLATED) uns auf ihr zweites Album warten lassen, aber, um es gleich vorwegzunehmen, das Warten hat sich gelohnt. „Too White To Be Real“ ist eine rasante Achterbahnfahrt, die mir bereits nach den ersten Hörminuten das Grinsen ins Gesicht treibt. Mit „Poor soul“ haben sie gleich zu Beginn einen echten Hardcore-Kracher alter Schule am Start. Was folgt, ist musikalische Vielfalt in ihrer schönsten Form, denn bei jedem einzelnen Song kann man die Vorliebe von Gitarrist Guschtel für Bands wie NOMEANSNO oder VICTIMS FAMILY heraushören. Abwechslungsreichtum wird hier groß geschrieben und so verwundert es nicht, dass die Band bei „Smash & grab“ überraschend funky daherkommt und bei „Nutshell“ sogar eine Hammond-Orgel zum Einsatz kommt. Die Rhythmussektion treibt die Band so unglaublich nach vorn, dass ich mich bei „Hit the sack“ dabei ertappe, die geballte Faust in die Höhe zu recken. Über allem schwebt wieder das unvergleichliche Organ von Sänger Gurke, der die Songs herrlich angepisst intoniert. Das Album endet, wie es begann. „Failosophy“ ist ein explodierendes Hardcore-Brett, das dich verschwitzt aufspringen lässt, um die Platte zu wenden und von vorn zu hören. Definitiv eines meiner Top-5-Alben des Jahres.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Christoph Lampert
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #162 Juni/Juli 2022 und Christoph Lampert
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Christoph Lampert