
Wäre ich dafür zuständig, einen Film à la „Der Herr der Ringe“ mit Musik auszustatten, wüsste ich, was ich nehmen würde, um eine Szene wie einen Angriff der Orks-Horden zu untermalen: das wilde, brutale Stampfen von FANATISME zum Beispiel bei „Livet er en Dans på Rosens Torner“. Auf dem Bandfoto sieht der Vierer aus Oslo zwar aus wie ein paar Psychedelic-Rock-Hippies und weniger nach trven Black-Metal-Puristen, aber das Ergebnis zählt ... und ist den Pvristen garantiert viel zu ... bunt. Oder besser: das Schwarz hat zu viele Schattierungen. Die Jungs haben mit Anfang 20 die Anfänge der labelseitig als Referenz angeführten ULVER und DARKTHRONE kaum mitbekommen, und erst recht nicht den Goth der 1980er, der ebenfalls Spuren hinterlassen hat. Wer sich einen Mix aus JOY DIVISION, „A Forest“-THE CURE und WOLVES IN THE TRHONE ROOM sowie erwähnter Nord-Helden vorstellen kann, landet bei diesem sehr atmosphärischen Hybrid, der von Cato Stormoen von DEATHHAMMER mit Fokus auf maximale Dynamik hin aufgenommen wurde. Dystopisches Geballer zum Wohlfühlen.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #184 Februar/März 2026 und Joachim Hiller