
Als TURNSTILE im Jahr 2021 ihr Album „Glow On“ veröffentlichten, gewannen sie auch viele neue Fans für sich, die vorher noch nicht so viel mit Punk und Hardcore am Hut hatten. Die Band fand immer mehr im Mainstream statt und wurde für mehrere Grammy Awards nominiert. Aus der Szene kam die Kritik, dass TURNSTILE sich von ihren Hardcore-Wurzeln entfernen würden. Und auch mit „Never Enough“ bewegen sie sich immer weiter von jenen Wurzeln weg und entwickeln dabei ihren so ikonischen Sound weiter. Das Grundrezept von „Glow On“ wurde zwar beibehalten, gleichzeitig machen TURNSTILE aber noch mehr Platz für Melodien und Groove. In „Dreaming“ sind Trompeten zu hören, in „I care“ klingt Sänger Brendan Yates stellenweise nach Sting von THE POLICE und insgesamt wird auf dem Album immer wieder mit längeren Instrumentalpassagen gespielt. Aber auch die Ekstase kommt mit Songs wie „Sole“ oder „Birds“ nicht zu kurz. Mit ihrem neuen Album bauen TURNSTILE die Welt weiter aus, die sie mit „Glow On“ erschaffen haben, und entwickeln sich mit ihrem atmosphärischen und gleichzeitig energetischen Sound immer mehr zu einer beachtlichen Arena-Rock-Band. Dieses Album wird TURNSTILE mit Sicherheit noch mehr Türen öffnen und für viele weitere Musikfans der Einstieg in härtere Rockmusik sein.
© by Fuze - Ausgabe #89 August/September 2021 und Christian Biehl
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