
Ein Album, das „Tja“ heißt und angeblich klingt, als hätte „Ari Aster eine Hardcoreshow mit den BEACH BOYS inszeniert“? Warum nicht? Und dann soll das Ganze noch was für Fans von VIAGRA BOYS und DARKTHRONE sein ... An Kreativität mangelt es ULTRABLUT jedenfalls nicht. So wild, so erfrischend also. Bei obiger Beschreibung ahnt man es schon, aber der Vollständigkeit halber soll es auch noch einmal explizit erwähnt werden: „Tja“, das Debütalbum der Band, steckt voller Ideen, geht eigene Wege und der Humor kommt dabei nie zu kurz. Trotz allem vertreten ULTRABLUT klar ihre Standpunkte, unter anderem mit Kritik an Gesellschaft und Patriarchat. So etwa in „Alphaerklärer“, einem Track, der sich dem Thema Mansplaining widmet. Musikalisch wird dafür sogar im Black Metal gefischt. Abstecher gibt es zudem in den Rock’n’Roll, Punk, Death Metal und den oben erwähnten Surf-Sound der BEACH BOYS. Von Blastbeats bis zu langsamen Black-Metal-Brechern ist auch vom Tempo her alles vertreten. Was dabei als Endprodukt entsteht, ist so verrückt wie stimmig. Für ein erstes Album ist das nicht nur ziemlich mutig, sondern auch durchweg gelungen. Klar, man muss für so einen wilden Mix in Stimmung sein – aber wenn man das ist, dann knallt „Tja“ schon ordentlich. Schön zu hören, dass sich eine relativ neue Band so selbstbewusst an eine solche Bandbreite an Einflüssen herantraut. Vor allem wenn eine so runde Sache dabei herauskommt.
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