
Das zehnte Studioalbum der Post-Hardcore-Vorreiter zeigt mal wieder, dass UNDEROATH sich nicht auf dem Erfolg ihrer frühen Werke ausruhen und ein Gespür für zeitgemäßen Metalcore haben. Dabei nehmen sie sich ein Beispiel an BRING ME THE HORIZON und ARCHITECTS, die früher sicher auch Fans von UNDEROATH waren. Genau das ist auch irgendwie das Problem. Ich will es ihnen nicht unterstellen, aber für mich wirkt diese vor Electro-Elementen nur so strotzende Produktion wie das Hinterherhecheln einer Band, die zwingend im Gespräch bleiben will. Sicher tut man der Band um Spencer Chamberlain Unrecht, wenn man sie als Emo-Phänomen bezeichnet. Und sicher ist „The Place After This One“ auch ein mutiger Schritt. Aber die Band begibt sich damit auf ein Feld, das andere schon bestellt haben. Irgendwo erkennt man die Handschrift der Band, vor allem beim Wechselgesang von Chamberlain und Schlagzeuger Aaron Gillespie. Aber diese ganzen Drum’n’Bass-Einflüsse nehme ich ihnen nicht ab. UNDEROATH haben sich sicher weiterentwickelt und scheuen sich auch nicht, neue kreative Pfade einzuschlagen. Kann man gerne so machen. Ich höre jetzt zuerst noch mal „They’re Only Chasing Safety“ durch.
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