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VIVABEAT

The House Is Burning / Party in The War Zone Expanded

Immer wenn man denkt, man habe einen recht umfassenden Überblick über im weitesten Sinne im Kontext von Punk und New Wave relevante Bands, wird man durch (Re)Releases wie diese hier an die Grenzen der eigenen Wahrnehmung gebracht. VIVABEAT etwa wurden 1979 in Los Angeles gegründet, klingen aber 100% wie eine britische Band aus den frühen 1980ern. Und zwar wie eine aus der Schnittmenge von ULTRAVOX, ROXY MUSIC und HEAVEN 17. Für diesen Sound waren sie 1980, als ihr einziges Album „Party In The War Zone“ erschien (nach Fürsprache von Peter Gabriel auf dem UK-Label Charisma) früh dran, so dass sich durchaus die Frage stellt, wer hier wen beeinflusste: „Napalm Springs“ etwa nimmt viel technoide Popmusik vorweg, die Jahre später entstand. Treibende Kraft waren damals Marina Muhlfriedel (voc, key; zuvor bei der L.A-Punkband BACKSTAGE PASS) und Mick Muhlfriedel (bs, key), mit „Man from China“ hatten sie einen Semi-Hit, die Single erschien auch in Deutschland. Bis Mitte der 1980er ging die Bandgeschichte noch irgendwie, es zerlief sich, und heute sind es die Muhlfriedels, die ihr musikalisches Erbe in Erinnerung halten. Nachdem 2024 schon eine Neuauflage des „Party In The War Zone“-Albums erschienen war, gibt es nun 2025 eine weitere „expanded“ Version via Liberation Hall, und parallel dazu „The House Is Burning – The Best Of VIVABEAT 1979-1986“. Überschneidungen sind da unvermeidlich, im Grunde reicht das „Best Of“, wenn man etwas Physisches von der Band besitzen will. Es ist erstaunlich, wie weit VIVABEAT ihrer Zeit damals voraus waren, wie sehr sie die Sounds anderer vorwegnahmen. Deshalb also unbedingt (wieder)entdeckenswert.

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