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WALDGEFLÜSTER

Knochengesänge I + II

Was die süddeutschen Black Metaller WALDGEFLÜSTER sich hier trauen, verdient Respekt. Die beiden Alben namens „Knochengesänge“ sind quasi Zwillinge, da sie im Grundsatz die gleichen Lieder enthalten, aber in völlig unterschiedlichen Fassungen. Das hat Peter Gabriel vor einiger Zeit mit „I/O“ auch gemacht, aber WALDGEFLÜSTER gehen noch einen Schritt weiter und häuten ihre Musik bis auf das Gerippe, um sie dann neu aufzubauen. WALDGEFLÜSTER klingen nun auf Teil l wie WALDGEFLÜSTER, also melodischer naturverbundener (Post-)Black Metal mit prägendem bayerischen Gesang von Mastermind Winterherz, der sich seine Zeit nimmt, sehr persönlich und fragil. „Knochengesänge ll“ dann mit auf links gedrehten Versionen der von Teil l bekannten Songs. Die Texte und Titel jetzt zum Teil in Englisch, musikalisch völlig anders arrangiert, eher noch ruhiger und zerbrechlicher, aber doch unverkennbar WALDGEFLÜSTER, oder besser unverkennbar Winterherz, der hier seine Seele nach außen kehrt, wobei das Ergebnis mehr als einmal an Paul Walker und 40 WATT SUN erinnert, der im reduzierten Doom eine echte Hausnummer ist. Experiment gelungen.

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