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CLEANING WOMEN

Washer

Das Timbre oder die Stimmfarbe in Kombination mit den Gesangslinien und der Intonation machen es mir sehr ungemütlich. Nichts davon ist objektiv schlecht, aber es stellen sich stilistisch unangenehm progressiv kostümierte Assoziationen ein. „Washer“ ist jedoch zur Hälfte gesangsfrei und der instrumentale und technisch versierte Opener ist eine verspulte und virtuose Komposition, die nach einer strengen Ordnung funktioniert, damit sich im Laufe seiner neun Minuten ein rhythmischer Drive entwickeln kann. Das Musikvideo von „1984“ ist von großer Bedeutung, um die Faszination zu verstehen, die von CLEANING WOMEN ausgeht, denn es macht verständlich, was im Artwork unter der Tracklist steht: „Cleaning Women use only self-customised instruments.“ Die drei Finnen sitzen und stehen an merkwürdigen Apparaturen, deren Klänge zwar weitgehend den Instrumenten Schlagzeug, Gitarre und Bass (in anderen Liedern ist ein Cello klar identifizierbar) zuordenbar sind, aber bei strenger Auslegung nicht als Rockmusik-Instrumentarium durchgehen. Eine kaum zu fassende, widersprüchliche Unordnung macht sich breit, denn von den Instrumentals geht eine spürbar lebendigere Stimmung aus als von den Liedern mit Gesang, die vornehmlich in verschlafen progressive Welten lenken.

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