
Gute vier Jahre nach „Burn In Many Mirrors“ erscheint mit „Uncrossing The Keys“ das vierte Album der britischen Black-Metaller. Die machen es der Hörerschaft weiterhin alles andere als leicht. Die Einflüsse des 1980er-Metal sind weiterhin klar erkennbar, nunmehr vielleicht sogar noch ein Quäntchen mehr in den Vordergrund gerückt, mit der Folge, dass vereinzelte Arrangements an Bands wie TRIBULATION denken lassen. Zwar haben WODE diese Parts relativ fließend und stimmig in den sonst von melodischem Black/Death Metal geprägten Sound eingebettet, dennoch bewirkt ein Song wie „Under lanternlight“ doch deutlich erhobene Augenbrauen, wenn die gefauchten Lyrics plötzlich von überaus tanzbaren Gitarrenfiguren untermalt werden. Leicht haben es sich WODE mit ihrem bisherigen Tun ohnehin nicht gemacht, um in der heutigen Black-Metal-Szene Fuß zu fassen, doch klingt eine Platte wie „Uncrossing The Keys“ fast wie eine saftige Ohrfeige für allzu traditionsbewusste Schwarzmetaller. Eine Platte, die in gewisser Weise erarbeitet werden will. Dass eben genannter Personenkreis dazu bereit sein wird, scheint mir fast undenkbar. Leute ohne oder zumindest mit deutlich kleineren Scheuklappen werden aber durchaus Gefallen hieran finden können. Ein mutiges Stück Black Metal, in der Tat.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #156 Juni/Juli 2021 und Jens Kirsch
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Jens Kirsch