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YEARS OF SHAME

Primary

Das Duo YEARS OF SHAME aus Paris überzeugt auf seinem Debüt mit elektronischem Post-Punk, Dark Wave und Goth-affinem Gesang, der an Darrin Huss von PSYCHE erinnert. Das Genre wird nicht neu erfunden, neuerdings wird dieser Sound auch als „Sadwave“ kategorisiert, aber durch die Verschmelzung mit NINE INCH NAILS-Elementen entsteht eine dunkle und pulsierende Energie, die sehr catchy ist. Ein Song wie „Trust“ ist eine Reminiszenz an Bands wie THE CURE (speziell das Album „Faith“), KILL SHELTER, SHE PAST AWAY, aber vor allem an Markus Midnight aus Kanada, man denke an seinen fulminanten Track „Blutgeld“. Der Dark Wave-Dancefloor nach Mitternacht wird stilgerecht beschallt. „Primary“ weicht die Genregrenzen auf. Die Franzosen haben in diesem Bereich schon immer markante Akzente gesetzt. „Terror“, dessen Gitarre an „Fascination street“ von THE CURE erinnert, beendet mit über sechs Minuten atmosphärisch und düster am frühen Morgen den Tanz. und man taumelt benommen in den kühlen Morgen. Produziert hat das Album Maurizio Baggio, der bereits für SEXTILE und THE SOFT MOON gearbeitet hat, und das ist hörbar. Alles ist auf den Punkt komponiert, tanzbar und düster-melancholisch, ohne die großen Schmerzpunkte zu offerieren.

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