Schreiber:innenanleitung
0. Organisatorisches
0.1 Termine 2026
0.2 Unsere Arbeitsweise
0.3 Postversand
1. Allgemeines
1.1 Hinweise
1.2 Schreibweise von Namen und Titeln
1.3 Nützliche Links
1.4 Word-Einstellungen / Sonderzeichen
1.5 Dialekte, Smilies/Emoticons
1.6 Inkenntnissetzen der Redaktion
1.7 Majorlabels
1.8 Fotos
1.9 Direktbemusterung durch Labels, Promoagenturen, Bands etc.
1.9.1 Gästelisten- und Interviewanfragen
2. Reviews
2.1 Rezensionskopf
2.2 Rezensionsschluss
2.3 Bewertungsskala
2.4 Tonträger-Formate
2.5 Re-Releases
2.6 Rezensionslängen
2.7 Anfragen
2.8 Hörgewohnheiten
2.9 Review-Formate im Überblick
2.10 Kopieren / Weiterreichen von CDs
2.11 Einreichen der Reviews
3. Interviews
3.1 Interviewqualität
3.2 Einleitung
3.3 Fragen
3.4 Ändern des Redeflusses
3.5 Visuelle Umsetzung
3.6 Interviewformat
3.7 Interviewlänge
3.8 Interviewanfragen
3.9 Telefon- oder Skype-Interview
3.10 Interviewfreigaben
3.11 Bildunterschriften und Fotomaterial für "historische" Interviews
4. Texte
4.1 Konzertberichte
4.2 Kolumnen
0. Organisatorisches
0.1 Termine 2026
Ox #185 (April/Mai 2026)
Im Verkauf und bei den Abonnent:innen: 02.04.2026
Ox #186 (Juni/Juli 2026)
Deadline Themeneinreichung: 13.04.2026
1. Reviewmaterialversand: 22.04.2026
Deadline Interviews & Texte: 27.04.2026
2. Reviewmaterialversand: 28.04.2026
Deadline Liveberichte & Kolumnen: 04.05.2026
Deadline Reviews: 11.05.2026
Deadline Soundcheck: 18.05.2026
Im Verkauf und bei den Abonnent:innen: 03.06.2026
Ox #187 (August/September 2026)
Deadline Themeneinreichung: 15.06.2026
1. Reviewmaterialversand: 24.06.2026
Deadline Interviews & Texte: 29.06.2026
2. Reviewmaterialversand: 02.07.2026
Deadline Liveberichte & Kolumnen: 06.07.2026
Deadline Reviews: 13.07.2026
Deadline Soundcheck: 20.07.2026
Im Verkauf und bei den Abonnent:innen: 06.08.2026
Ox #188 (Oktober/November 2026)
Deadline Themeneinreichung: 10.08.2026
1. Reviewmaterialversand: 19.08.2026
Deadline Interviews & Texte: 24.08.2026
2. Reviewmaterialversand: 26.08.2026
Deadline Liveberichte & Kolumnen: 31.08.2026
Deadline Reviews: 07.09.2026
Deadline Soundcheck: 14.09.2026
Im Verkauf und bei den Abonnent:innen: 01.10.2026
Ox #189 (Dezember 2026/Januar 2027)
Deadline Themeneinreichung: 12.10.2026
1. Reviewmaterialversand: 21.10.2026
Deadline Interviews & Texte: 26.10.2026
2. Reviewmaterialversand: 28.10.2026
Deadline Liveberichte & Kolumnen: 02.11.2026
Deadline Reviews: 09.11.2026
Deadline Soundcheck: 16.11.2026
Im Verkauf und bei den Abonnent:innen: 03.12.2026
Ox #190 (Februar/März 2027)
Deadline Themeneinreichung: 14.12.2026
1. Reviewmaterialversand: 14.12.2026
2. Reviewmaterialversand: 21.12.2026
Deadline Interviews & Texte: 28.12.2026
Deadline Liveberichte & Kolumnen: 04.01.2027
Deadline Reviews: 11.01.2027
Deadline Soundcheck: 18.01.2027
Im Verkauf und bei den Abonnent:innen: 04.02.2027
Und du kannst den Kalender mit deinem Rechner oder Smartphone abonnieren:
webcal://p31-caldav.icloud.com/published/2/NzczNTAyNDI3NzM1MDI0MmuNcPyOh9QVNLXM3JJ_i21ffjvbJR38BJvuwYg7oKuxjS4Qq_LpnXcDipnESphiHGua1TURRv0BZR1IYg7gXW9YPRXH-VxeJ8jrtkL2nJejPbTmoeROjY4YMgF9wSlGlQ
0.2 Unsere Arbeitsweise
Unsere Deadlines müssen exakt eingehalten werden. Wer zu spät kommt, hat sich womöglich die Arbeit umsonst gemacht.
Texte VOR der Deadline einzureichen ist dagegen erwünscht. Was hier ist, kann direkt weiterverarbeitet werden und das macht uns die Arbeit leichter. Je früher euer Text eintrifft, desto besser.
Um diese kontinuierliche Texteinreichung zu erleichtern, schicken wir Reviewmaterial in zwei Sendungen raus - ca. drei bzw. zwei Wochen vor der Deadline.
Durch die zweimonatliche Erscheinungsweise sind wir parallel zur nächsten Ausgabe auch an der übernächsten dran, was auch bedeutet, dass wir uns die Freiheit nehmen müssen, Texte auch mal um eine Ausgabe zu schieben. Je früher ein Text eintrifft, desto größer die Chance, nicht geschoben zu werden ...
Wir verarbeiten eingehende Texte in der Regel sofort. Änderungen an diesen Texten sind NICHT in Form von erneutem Zumailen der Datei möglich – je nach Textart würde das für uns doppelte Arbeit bedeuten und ggfalls zu Fehlern führen.
Deshalb: Wenn ihr nach Absenden nicht unmittelbar, sondern einen Tag oder eine Woche später Fehler feststellt, bitte in einer Mail schreiben, in welchem Text welche Stelle falsch ist und die neue Textpassage in der Mail schicken. Dann haben wir eine Chance, das zu korrigieren.
Außerdem auf keinen Fall Texte zweimal schicken, also etwa eine erste Datei mit zwei Albenreviews und dann etwas später eine weitere Datei mit den ersten beiden Reviews PLUS den neuen. Verwirrung, Chaos, Fehler!
0.3 Postversand
Leider kommt es immer wieder vor, dass speziell unsere DPD-Pakete mit den Reviewplatten, aber auch Briefe für euch an uns zurückgehen.
- Das kostet Geld, weil wir für Versand, Retoure und Neuversand zahlen.
- Das kostet Zeit, euch und uns, weil es dann mit der Deadline eng wird.
- Das kostet Nerven, weil irgendwer sich kümmern und checken muss.
Deshalb bitte ich um Folgendes:
- Abwesenheit mitteilen. Wer nicht da ist, dem schicken wir nichts, aber wir müssen das wissen ...
- Umzug mitteilen.
- Versandtermine im Blick haben, siehe Schreiberanleitung (Link unten)
- Auf unsere Mails achten. "Die ist im Spam gelandet" höre ich irgendwie zu oft. Wenn die Mail kommt, kommt auch ein Brief oder Paket.
- Auf die Versandmails von DPD achten, die sind kein Spam. Denen könnt ihr exakt entnehmen, wann das Paket ankommt, und falls niemand zuhause ist, könnt ihr mit diesen Angaben eine Umleitung veranlassen oder eine Neuzustellung. Auch eine Alternativzustellung an einen Paketshop bekommt ihr auf diesem Weg mitgeteilt und müsst dann das Paket innerhalb von zwei Tagen abholen.
- Auf Benachrichtigungen von DPD im/am Briefkasten achten und kurzfristig darauf reagieren
Emailprogramme sind übrigens lernfähig in Sachen Spam. Ox und DPD ins Adressbuch übertragen hilft in der Regel.
Besten Dank, dass ihr unsere Arbeit einfacher macht.
P.S.: Nein, wir können nicht mit Hermes oder DHL verschicken. Wie gut es mit einem Paketdienst klappt, hängt extrem vom Zusteller ab. Und wir haben einen Vertrag mit DPD.
1.1 Hinweise
F: Was sollte ich beim Textschreiben beachten? Irgendwelche Hinweise?
A: Lest eure Texte vor dem Abschicken mindestens einmal Korrektur (Ausdrucken und Lesen des Ausdrucks wirkt da Wunder!) und checkt Flüchtigkeitsfehler, weitere Orthographiefehler sowie den Satzbau (Syntax).
Achtet auf deutlichen Ausdruck, verzichtet auf komplexe und verschachtelte Sätze, die missverstanden und eventuell von uns verschlimmbessert werden könnten. Wenn ihr etwas potentiell missverständliches aber genau so gemeint habt, dann fügt ein (sic!) hinter die entsprechende Textstelle.
Lest euch eure Texte selbst vor, das kann helfen, wenn der Sinn eines Satzes mal wieder nicht vorhanden ist. Lasst idealerweise eine zweite Person - der/die mit der deutschen Sprache nicht auf Kriegsfuß steht - über eure Texte korrigierend drüberlesen.
Vergleicht eure an uns gemailte Rohversion eures Textes gerade auch formal mit der Endversion im Heft - dann könnt ihr sehen, was wir geändert haben, was ihr also eventuell nicht ganz richtig gemacht habt.
Auch wenn die Rechtschreibehilfe in Word nicht so toll ist: filtert damit gröbste Fehler raus. Letztlich sind die meisten Schreiber durchaus versiert, aber es gibt auch Extremfälle, und unverständliche Texte, die zur Verständlichmachung von uns komplett umgeschrieben werden müssten, fliegen raus.
Bitte denkt auch darüber nach, ob euer Text immer ein klassisches Bandinterview sein muss - es gibt auch noch zig andere musikrelevante Themen, da würde man sich manchmal etwas mehr Kreativität wünschen.
1.2 Schreibweise von Namen und Titeln, Gendern
F: Wie muss ich im Text Bandnamen sowie Platten- und Songtitel schreiben?
A: Bandnamen immer in GROSSBUCHSTABEN, die Namen von einzelnen Musikern - auch bei Solokünstlern - ganz normal!
Beispiel: Das neue Album von MOTÖRHEAD klingt wieder genauso wie sein Vorgänger. Das ist aber auch gut so, weil Lemmy Kilmister die coolste Sau seit Elvis Presley ist.
Die normale Schreibweise von Solokünstlern ist auch bei ihren eigenen Veröffentlichungen einzuhalten!
Beispiel: Das neue Album von Elvis Presley klingt wieder genauso wie sein Vorgänger. Das ist echt beachtlich, wenn man bedenkt, dass Elvis toter ist als etwa Lemmy Kilmister.
„Plattentitel“ und „Songtitel“ in Anführungszeichen. Bei den Plattentiteln gilt die gleiche Regelung wie im Kopf, bei englischen Songtiteln beginnt nur das erste Wort mit einem Großbuchstaben. Deutsche Songtitel werden grammatikalisch korrekt geschrieben.
Beispiel: Am besten finde ich „Our new song“, eine Coverversion des NAME EINER ALBERNEN BAND-Klassikers „Unser neuer Song“.
F: Wie wird im Ox gegendert?
A: Im Ox wird bei "offizieller" Ansprache, etwa wenn es um Leser:innen, Abonnent:innen etc geht, schon seit geraumer Zeit mit dem mittlerweile recht etablierten Doppelpunkt gearbeitet - dieser hat den Vorteil, von Vorleseprogrammen (Barrierefreiheit und so) im Gegensatz zum * als kleine Pause gelesen zu werden. Nicht auszuschließen, dass es noch "offizielle" Texte (Aboseite, etc.) im Heft gibt, die seit einer ganzen Weile layoutmäßig unverändert sind und wo noch ein generisches Maskulinum verwendet wird und eine Änderung übersehen wurde - wenn da was auffällt, wird es geändert, gerne Hinweise (Foto/Seitenzahl).
Was Gendern generell anbelangt, so ist das jeder und jedem selbst überlassen. Wir ändern hier im Lektorat keine Texte in dieser Hinsicht, maximal wird aus Musiker*in oder MusikerIn dann Musiker:in - aus genannten Gründen. Grundsätzlich unterstützen wir das Gendern, aber hier im Ox ist jede:r für die eingreichten Texte selbst verantwortlich und steht dafür mit seinem/ihrem guten Namen.
F: Was für Links schwirren so im Netz rum, die mir behilflich sein könnten?
A: Selbstverständlich muss für euch sein, dass ihr vor einer Rezension mal schaut, was in der Vergangenheit über eine Band im Ox geschrieben wurde. In der Reviewdatenbank findet ihr fast alle Reviews bis zurück zu #20.
Ebenso nützlich: Die Ox-Interviewdatenbank. Und wir müssen nie wieder den Satz hören: „Wie, die hatten wir schon mal im Heft?“
Essentiell, was Diskografien betrifft, Musikername, Labels, verschiedene Versionen von Platten, ist Discogs:
https://www.discogs.com
Auch www.allmusic.com ist immer einen Besuch wert. Bei Punkrock-Details schwächelnd, aber bei unklaren Song- und Albumtiteln oder Fragen, von wem welcher Song im Original ist, unverzichtbar.
Und natürlich ist Wikipedia hilfreich - bei internationalen Bands sollte vorzugsweise mit der englischen Version gearbeitet werden, bei Bands aus dem deutschen Sprachraum mit der deutschen.
Übersetzungen lassen sich sehr gut mit DeepL vorbearbeiten, weitaus besser als mit Google Translate. Die Free-Version hat ein Zeichenlimit, da muss dann eben mit mehreren Durchläufen gearbeitet werden. https://www.deepl.com/translator
Englisch - Deutsch? Wer kein Lexikon zur Hand hat geht auf https://www.leo.org/englisch-deutsch/ oder https://dict.tu-chemnitz.de/
Rechtschreibung mangelhaft? https://www.duden.de/ hilft weiter
Englischsprachiges Slang-Wörterbuch, das bei Übersetzungen hilfreich sein kann: https://www.urbandictionary.com/
Und sowieso: Mit Google & Co. findet ihr fast alles, es gibt also keinen Grund, zu eurer Intervieweinreichung Sätze dazuzuschreiben à la „Ich wusste nicht genau, wie man XXX schreibt. Checkt das doch noch für mich.“
1.4 Word-Einstellungen / Sonderzeichen
F: Was für Word-Einstellungen brauche ich? Sind Sonderzeichen und Formatierungen erlaubt?
A: Auf keinen Fall eigene Textformate definieren! Die müssen wir alle wieder entfernen. Also alle Formate wie „Überschrift“ etc. nicht verwenden. Wir wollen eure Texte in Times (New Roman), Schriftgrad 15 Punkt. Nichts anderes! Linksbündig, einfacher Zeilenabstand, Textfarbe schwarz, keine Einzüge.
Stellt in eurem Word die Sprache auf „Deutsch“. Wenn das auf „Englisch“ oder gar etwas völlig anderem steht, werden Anführungszeichen falsch gesetzt.
Bitte stellt alle Autokorrektur- und Autoformatfunktionen in Word ab: es ist eine miese Arbeit, überall www-Hyperlinks und Emailadressen rausfummeln zu müssen. Das kostet uns Stunden an Arbeit, ihr Kackstelzen! Einzige Ausnahme ist hier die Verwendung der typographischen Anführungszeichen.
Wenn ihr euch mit Word nicht auskennt, tippt besser mit dem Windows-eigenen Word-Pad, da kann man keine Fehler machen.
Auf keinen Fall einfach im E-Mail-Programm eintippen und abschicken! Stattdessen docx- oder odt-Dateien als Attachment versenden.
Bitte auf alle Sonderzeichen verzichten, die machen im Layout nur Ärger! Dazu zählen auch die in Word durch Autoformat erzeugten und auch das Euro-Symbol! Deshalb Autoformat abschalten und bei Beiträgen Euro schreiben.
Spart euch jegliche Pseudo-Formatierungen (vor allem Word-typische Überschriften, Einzüge, Aufzählungen oder ähnliches) und macht keine Absätze, wo keine hingehören. In den Text einer Besprechung gehören keine Absätze.
1.5 Dialekte, Smilies/Emoticons
F: Hmm... wie sieht’s aus mit Dialekten oder Smilies/Emoticons?
A: Das Ox wird nicht nur im Ruhrgebiet oder in Köln oder in Berlin gelesen, deshalb bitte auf keinen Fall dialekthafte Redewendungen verwenden. „Datt wa ma wieda ne goile Show“ - so was ist nicht erwünscht. Abkürzungen wie ’n oder ’ne für „ein“ oder „eine“ sind zu vermeiden.
Emoticons wie :-) etc. haben in Texten fürs Ox nichts zu suchen. Die Dinger mögen im Netz ja ganz hilfreich sein, in einem richtigen Text wirken sie aber kindisch bis dumm.
1.6 Inkenntnissetzen der Redaktion
F: Muss ich die Redaktion immer auf dem Laufenden halten, wenn sich etwas (Interviewmöglichkeit, CD zugeschickt bekommen etc.) ergibt oder ich einen Text doch nicht abliefern kann? (siehe dazu auch Punkt 1.9.)
A: Wir verstehen uns hier in der Redaktion auch als Koordinatoren, von daher wissen wir gerne, was wo wie läuft. Ein blödes Gefühl kommt immer dann auf, wenn man von anderer Seite hört, wer wo schon auf einer Gästeliste steht, dass das Label die CD doch schon an so und so geschickt habe, dass da bereits ein Interview angefragt wurde, etc. Grundsätzlich könnt ihr machen, was ihr wollt, aber bitte eben kurz eine eMail schicken, damit wir Bescheid wissen.
Wichtig: Bemusterung läuft aber immer und auf jeden Fall über die Redaktion, außer die enstprechenden Labels bemustern euch sowieso schon und haben auch nichts gegen Doppel-Bemusterung!
Wer eine Deadline nicht einhalten oder den angekündigten Text doch nicht abliefern kann, der soll das bitte rechtzeitig ankündigen und sich nicht erst auf Nachfrage Tage später mit einem „Äh, habe ich wohl verpennt“ rauswieseln. Uns ist klar, dass ihr alle noch ein Leben außerhalb der Ox-Schreiberei habt, dass ein Urlaub oder eine Prüfung, familiärer Stress oder Krankheit mal dazwischen kommen kann und dafür haben wir auch vollstes Verständnis - nur sollte man in so einem Fall, was die meisten von euch auch tun, mal eben kurz Nachricht geben, um Aufschub bitten, was von sich hören lassen.
F: Kommen Bands, die bei Majorlabels (Universal, EMI, Sony...) sind auch ins Heft?
A: Eher weniger, denn die unterstützen uns selten, während wir mit fast allen Indies sehr gut arbeiten.
F: Ich hätte da dufte Fotos für den Artikel gemacht / gefunden. Wie soll ich die euch zusenden und was ist da alles zu beachten (Urheberrechte etc.)?
A: Bilder bitte als TIFF oder JPEG (hier die Qualität auf Maximum stellen) und in 300 dpi bei einer Größe von ca. 10 x 15 cm schicken. Wenn ihr Fotomaterial liefert, bitte beachtet, dass ihr angebt, von wem die Fotos sind. Geklaute Fotos machen Ärger und kosten im Extremfall viel Geld!
Ihr solltet niemals Fotos innerhalb einer Word-Datei schicken. Damit können und wollen wir nichts anfangen! Auf gar keinen Fall dürft ihr Fotos einfach von einer Website runterladen! Es sei denn, es sind hochauflösende, für die Presse und Druckzwecke bestimmte Bilder. Die meisten Fotos auf Webseiten haben nur eine für den Bildschirm bestimmte Auflösung von 72 dpi, was für den Druck zu wenig ist.
Als Faustregel gilt: ein jpg-Foto unter 500 KB taugt nichts!
Wichtig: Wie groß ein Bild auf dem Monitor erscheint, hat keine Relevanz für die tatsächliche Ausgabegröße des Bildes im Druck, d.h. ein Foto, das auf dem Bildschirm nach 10x15 cm aussieht, wird in Druckauflösung nicht größer als ca. 3 x 5 cm sein. Eine Vergrößerung dieser Minibilder hat immer erhebliche Qualitätsverluste zur Folge. Thumbnails sind absolut tabu.
Ihr könnt gerne in der Textdatei über dem Interviewtext noch Links zu entsprechenden Fotos mitliefern. Wer Zweifel in Sachen der erwähnten technischen Details hat, fährt damit besser.
Wenn ihr von den Bands, den Labels oder Promoagenturen Fotos gemailt bekommen, einfach eins zu eins weiterleiten und nicht vorher bearbeiten.
1.9. Direktbemusterung durch Labels, Promoagenturen, Bands etc.
F: Wie geht ihr mit Direktbemusterung um?
A: Direktbemusterung durch Labels, Promoagenturen, Bands etc.
Es gilt: Die einzige Adresse, an die im Ox zu besprechende Tonträger geschickt werden sollen, ist die Redaktionsadresse. Es geht nicht darum, alles "einzusacken" (wir schicken 90% der Sachen weiter), es geht darum den Überblick zu behalten, das Tagesgeschäft zu organisieren, Kontakt zu Labels zu halten. Deshalb ist es nicht hilfreich, wenn - außer in Absprache mit uns! - aus Eigeninitative Labels, Promoagenturen etc. von Ox-Schreibern direkt angesprochen werden à la "Hey, ich schreibe jetzt fürs Ox, schickt mir bitte eure neuen Releases!".
Das hat folgende Gründe:
• Labels etc. sind komplex aufgestellt. Manche im In- wie Ausland arbeiten mit Promoagenturen, manche nicht, manche lassen sich von Großhändlern vertreten etc. Wir wissen das, wir haben in der Regel den richtigen Kontakt und stellen den her. Es geht nicht darum Eigeninitiative zu unterbinden, aber es kommt immer wieder vor, dass oft aus Begeisterung geborenes Eigeninteresse zu Verwirrung und Komplikationen führt.
• Menschen ziehen um, sind im Urlaub, verlieren von heute auf morgen die Lust am Schreiben, machen Auslandssemester, etc pp – und da ist es blöd bis nachteilig, wenn irgendwelche eigentlich fürs Ox gedachte Post in "toten" Briefkästen landet. Das Ox hat den Ruf sehr zuverlässig zu sein, daran soll sich nichts ändern.
• Jeder eingehende Tonträger, jedes eingehende Buch, jedes Fanzine wird von uns erfasst, in eine Datenbank eingetragen, angehört/gesichtet und zugeteilt oder aussortiert ("Die Kiste des Grauens"). Wir versenden die Sachen, wir schicken Erinnerungsmails mit der Bitte um rechtzeitige Einreichung der Rezension, wir bilden uns Urteile, welche Bands ein Interview wert sind. Das geht nur, wenn die Sachen durch unsere Hände gehen.
• Labels, Promoagenturen, etc. sind mal besser, mal schlechter organisiert. Die Guten wissen, mit wem sie arbeiten, die Verpeilten haben ungeordnete Daten, schicken im Einzelfall eine Platte nicht an uns, sondern an einen Schreiber, dessen Adresse sie unter dem Stichwort Ox abgelegt haben, der aber nur Pop-Punk mag und keinen Hardcore und außerdem schon seit einem Jahr nicht mehr fürs Ox schreibt. Führt zu Verwirrung, wenn wir auf die Platte warten, macht unnötig Arbeit, also ...
• Ausdrücklich nicht erwünscht ist die Rezension von Platten aufgrund digitaler Bemusterung. Bis auf extrem wenige Sonderfälle verweigern wir uns dem, und da ist es nicht hilfreich, wenn manche Labels etc. versuchen, durch die "Hintertür" damit durchzukommen, indem sie Schreiber selbst in ihren Promo-Mailverteiler aufnehmen. Vor diesem Hintergrund sollten auf jeden Fall die rechtlichen Folgen bedacht werden, wenn Watermark-Downloads in falsche Hände geraten. Sowas kann schnell auf das Ox zurückfallen.
Folgende Ausnahmen sind möglich und werden auch bislang schon so praktiziert:
• Auf Konzerten zugesteckte Platten, Demos von Freunden, Selbstgekauftes darf natürlich immer gerne besprochen werden, sofern es stilistisch ins Heft passt. Hilfreich zur Vermeidung von Doppelungen ist dabei aber eine kurze Mail an uns, was kommt, damit wir das in die Datenbank eintragen können und Doppelungen somit vermieden werden. Oft kommt ja auch parallel ein Demo etc. bei uns an, da muss sich niemand unnötig Arbeit machen.
• Nicht betroffen sind natürlich jene Schreiberkollegen, die aufgrund anderer eigener Aktivitäten (Blog, Radiosendung, allgemeine freie Musikschreibertätigkeit) von Labels parallel bemustert werden. In diesem Fall ist es nur ungeschickt und unsererseits nicht erwünscht, wenn Labels nach dem Motto vorzugehen versuchen "Ach, die CD von XY hab ich ja dem XXX schon geschickt, ich frag den mal, ob der die nicht auch fürs Ox machen kann, dann muss ich da nur eine CD rausschicken." Mit diesen Kollegen funktioniert die Abstimmung bislang ja auch schon gut: Mail schreiben an die Redaktion, dass man die Platte XY erhalten hat und gerne besprechen würde. Sofern die bei uns auch eingegangen ist, gleichen wir ab, ob die schon anderweitig vergeben wurde oder nicht und geben unser Okay (oder nicht).
1.9.1. Gästelisten- und Interviewanfragen
F: Wen muss ich kontaktieren, wenn ich ein Interview machen oder auf eine Gästeliste will?
A: Im Prinzip gilt hier das oben in Bezug auf Reviewmaterial Gesagte: Wir helfen gerne weiter, möchten aber bitte über entsprechende Aktivitäten informiert sein. Nichts Blöderes als wenn man zufällig erfährt, dass für das Konzert oder Festival XY schon jemand fürs Ox auf der Gästeliste steht, die Redaktion aber nichts davon weiß. Oder wenn es heißt "Aber das Interview mit XY macht doch schon XXX!" – und wir haben nichts davon gewusst. Wir helfen gerne weiter, Gästelistenanfragen zu stellen (Der Deal ist ausnahmslos immer "Tausche Gästelistenplatz gegen Konzertbericht"), wir vermitteln Kontakt zum richtigen Ansprechpartner für ein Interview, und oft hilft der "offizielle Dienstweg" auch dabei, schnell eine positive Antwort zu bekommen.
Wer sich als Ox-Schreiber bei einem Konzert auf eine Gästeliste setzen lässt, tut das entweder, um ein Interview zu führen oder um einen Konzertbericht zu schreiben (und den dann auch zu liefern). Ein fairer Deal, der gewährleistet, dass das Ox weiterhin als fairer Partner und nicht als "Einzecker" wahrgenommen wird. Seid versichert, Veranstalter haben eine feine Antenne für sowas.
Bitte klärt Konzertberichte vorher mit mir ab. Mein übliches einsilbiges "Ok" kommt - oder auch eine Absage, etwa wenn jemand anderes schneller war oder die Band im Ox-Kontext nicht wirklich Sinn macht.
Ihr müsst euch selbst um alles kümmern. Ihr dürft mich beim Anmailen gerne cc setzen und darauf in der Mail verweisen, erfahrene Veranstalter erkennen daran, dass die Redaktion das abgesegnet hat.
Der richtige Ansprechpartner ist so gut wie NIE der örtliche Veranstalter, vor allem dann, wenn es sich um große Läden und professionelle Agenturen handelt. Für die sind Gästelistenmenschen ein, zwei zahlende Besucher weniger, sie haben in der Regel also kein Interesse daran. Besser ist man beim Label, dessen Promoagentur oder dem Tourveranstalter aufgehoben. Wer nett fragt, dem helfe ich, falls möglich, mit einer Mailadresse weiter. Und wenn ihr die Leute vor Ort sowieso kennt, ist das ja sowieso eine andere Sache.
Oft verlangen oder wünschen Veranstalter eine gesonderte Ankündigung online, evtl. Kartenverlosung. Jede News, jede Ankündigung bedeutet 15-20 Minuten Arbeit – Zeit, die wir fast nie haben. Wir können das also nicht leisten, sorry.
F: Wie muss der Kopf der Rezension aussehen?
A: Interpreten grundsätzlich komplett groß geschrieben, englische Albumtitel beginnen bei jedem Wort mit einem Großbuchstaben, deutsche ganz normal nach der Rechtschreibung!
Beispiele:
CD
SILLY BAND NAME
Name Of A Silly Album
Silly Records
CD
NAME EINER ALBERNEN BAND
Name eines albernen Albums
Silly Records
CD
SILLY SOLO ARTIST
I Am Silly
Silly Records
CD
DONALD DUMBO
Mein Name ist echt albern
Silly Records
F: Wie muss der Schluss eines Review aussehen?
F: Wie muss der Schluss eines Review aussehen?
A: Vorname Nachname(->Tab)(Punktzahl)
Beispiel: Max Mustermann(->Tab)(7)
F: Wie ist die Wertungsskala zu verstehen?
A: Die Wertungsskala reicht von 1 (totaler Schrott - nur in Ausnahmefällen!) bis 10 (Meisterwerk - auch nur sparsam verwenden!). Es gibt keine halben Punkte, entweder 7 oder 8, aber keine 7,5!
Die Wertung im Detail (Schulnotenäquivalent in Klammern)
10 (1,0) Ein (zukünftiger) Klassiker
9 (1-2) Eine „Platte des Jahres“
8 (2,0) Überdurchschnittlich gut
7 (2-3) Rundum gelungen
6 (3,0) okay, ohne Höhen und Tiefen
5 (3-4) einfach durchschnittlich
4 (4,0) kann man gerade noch durchgehen lassen
3 (4-5) rundum schwach
2 (5,0) wirklich schlecht
1 (6,0) Schrott der allerübelsten Sorte!
F: Welche Tonträger-Formate gibt es?
Achtung: Alles was auf CD erscheint (Doppel-CDs, CD-Boxsets, Maxi-CDs ...) wird im Reviewkopf ab jetzt nur noch CD, alles was auf Vinyl erscheint (außer 7“ Single) wird ab jetzt nur noch LP genannt. Die 7“-Single heißt weiterhin 7“, Tapes werden mit MC gelabeled. Wenn es sich beim zu besprechenden Tonträger um eine Doppel-LP, LP+CD, LP+DVD oder ähnliches handelt, sollte das im Review selbst erwähnt werden. Ebenso etwaige Bonus-CDs, Downloads, etc.
F: Was fällt alles unter „Re-Releases“?
A: Best of-CDs, Rereleases, Demos- und Singles-Zusammenstellungen etc. - also alles, was kein wirklich neu eingespieltes Album ist - fallen unter Rereleases! Wenn ihr das nicht beachtet, können wir die Reviews oft nicht mehr berücksichtigen.
F: Wie lang soll eine Rezension sein?
A: Die Längen für Besprechungen werden von uns vorgegeben. Ihr findet zu jeder euch zugeteilten Platte die entsprechende Länge in der E-Mail, die ihr bekommt, sobald wir euer Review-Paket verschickt haben. Unbedingt beim Tippen im Auge behalten und nicht ignorieren!
Die genannten Werte sind maximale Obergrenzen (inkl. Bandname, Label, etc.) und dürfen nicht überschritten werden - kürzere Besprechungen sind uns allerdings lieber und es sollte nie dein Ziel sein, bspw. die 1.200 Zeichen immer zu erreichen, meistens reichen ja schon 1.000, 900 oder weniger.
Kurz-Reviews für CD-EPs, Demos (CD-R/Tape!), 7"-Vinyl-Singles und generell schlechte, mäßige, durchschnittliche bis ganz gute Platten (LP/CD/DVD, 1-7 Punkte)
maximal 600 Zeichen (ohne Leerzeichen)
Normal-Reviews für gute, sehr gute bis herausragende Alben, Compilations und Rereleases (LP/CD/DVD, 7-10 Punkte)
maximal 1.200 Zeichen (ohne Leerzeichen)
„Top Of The Ox“: Rezensionen werden von uns zugeteilt
exakt 2.400 Zeichen, +-50 Zeichen (ohne Leerzeichen)
Für DVDs, Movies, Comics und Bücher gelten andere Längen, als für die "normalen" Reviews: Exakt 1.500 bzw. 1.000 Zeichen, +-50 Zeichen (alles ohne Leerzeichen) einzuhalten - niemals länger, aber eben auch niemals kürzer.
Die Textlänge könnt ihr in Word über „Extras“ und dann „Wörter zählen“ abrufen. Es gilt immer die Zeichenzahl OHNE Leerzeichen! www.woerter-zaehlen.de
F: Ich würde gerne ein bestimmtes Album besprechen. Darf ich?
A: Wir nehmen für Reviews auch Anfragen und Vorvermerkungen entgegen, aber nur in sehr begrenztem Umfang. Bitte keine endlosen Listen schreiben, aber wenn jemand großer Fan der Band XY ist und unbedingt deren neue Platte besprechen will, kann er das natürlich anmelden. Für selbst gekaufte Platten gilt dasselbe.
F: Ich kriege immer nur Schrott von euch. Wie kann ich das ändern?
A: Damit wir uns etwas leichter tun bei der Zuteilung der Reviewplatten würden wir gerne von all jenen, die regelmäßig Reviews schreiben, auf dem Laufenden gehalten werden, was wer momentan gerne hört.
2.9 Review-Formate im Überblick
F: Und wie sieht so ein Review jetzt insgesamt aus?
A: So:
Alle Tonträger:
LP/CD
BANDNAME
Toller Plattentitel
Labelname // labelwebsite.com // 38:46 // Blablablabla Texttexttextetetetetetxxxte.
Vorname Nachname (Punktzahl)
DVDs:
DVD
DVDNAME
Labelname // labelwebsite.com // 38:46 // Blablablabla Texttexttextetetetetetxxxte.
Vorname Nachname (Punktzahl)
Demos:
CD
BANDNAME
Toller Demotitel
bandwebsite.com // 38:46, 5 Euro // Blablablabla
Texttexttextetetetetetxxxte.
Vorname Nachname (Punktzahl)
Bücher/Comics:
Buch/Comic
Kluger Buchautor
BANDBIOGRAFIE
Mein Leben als Untertitel
Ox-Verlag // ox-verlag.de // 88 S., 18 Euro // Hahahahahahahahahahahaha.
Vorname Nachname
Fanzines:
Zine
FANZINE #1
Adresse // fanzinewebsite.de // A5, 72 S., 1,50 Euro // Hahahahahahahahahahahaha.
Vorname Nachname
2.10 Kopieren / Weiterreichen von CDs
F: Besprechung ist fertig. Kann ich die CD jetzt verticken? Fand sie nicht so toll ...
A: Wenn uns Labels vorab mit Kopien ihrer Alben bemustern, liegt dem ein Vertrauensverhältnis zugrunde: das Label geht davon aus, dass die CD in gute Hände kommt und wenn wir etwas an euch weiterreichen, geben wir diese Verantwortung weiter.
Das bedeutet: Unter keinen Umständen die CDs kopieren oder weitergeben, auch nicht dem besten Freund oder der besten Freundin! Auch Online-Tauschbörsen sind tabu, vom Verkaufen reden wir gar nicht erst.
Nach Erscheinen sieht die Sache natürlich anders aus, da gilt, was man sonst auch im Umgang mit CDs zu beachten hat, wobei es Labels gibt, die speziell ebay kontinuierlich beobachten.
F: Wie müssen die Reviews eingereicht werden?
A: In einer Datei (auch bei mehreren Reviews!), die nach folgendem Muster benannt wird:
schreibername_alben_110.rtf
schreibername_sampler_110.rtf
schreibername_demos_110.rtf
schreibername_fanzines_110.rtf
usw. usf.
F: Was für Ansprüche soll ich an die Qualität meines Interviews stellen?
A: Wir werden in Zukunft ganz verstärkt auf die Interviewqualität achten. Konzentriert euch lieber auf ein gutes statt auf zwei mäßige Interviews! Das bedeutet: Interviews müssen euch als Schreiber und uns als Redaktion begeistern! Halbe Sachen gibt's nicht! Ein Interview ist entweder gut oder nicht so gut. Die nicht so guten wollen wir hier gar nicht mehr sehen. Wenn ihr nicht zufrieden seid, müsst ihr nachbessern und mailt uns den Text erst dann.
Bei Email-Interviews wollen wir keine Fragen von der Stange! Wen wir erwischen, der wird geteert, gefedert und ohne Abendbrot ins Bett geschickt!
F: Wie soll die Einleitung eines Interviews aussehen?
A: In der Einleitung sollte klar werden, warum ihr das Interview geführt habt. Wenn ihr nicht beschreiben könnt, warum ihr es gemacht habt, wird es keiner lesen wollen!
Hier gilt es wie bei jeder Hausarbeit (die Studenten unter euch kennen das) ein „Erkenntnisinteresse“ zu entwickeln, eine zentrale Frage zu formulieren, um die herum sich das Interview aufbauen lässt. Klingt wissenschaftlich, läuft letztlich aber nur darauf hinaus, dass man den Satz „Ich führe das Interview mit XXX, weil ...“ beenden kann.
Die Einleitung darf maximal 500 Zeichen (ohne Leerzeichen) lang sein und den Lesern - selbst denen, die die Band vorher noch nicht kannten - eine grundsätzliche Einordnung der interviewten Band in einen bestimmten Szene-Kontext ermöglichen.
Weiterführende grundsätzliche Fakten können in einem Extra-Kasten verarbeitet werden (die Bandbreite solcher Infos hängt natürlich vom Bekanntheitsgrad der jeweiligen Band ab).
F: Was muss man bei den Interviewfragen berücksichtigen?
A: Im Ox gibt es sehr viele Interviews, insofern ist es ein echtes Problem, wenn man hintereinander fünf Interviews liest, die alle mit dem Satz beginnen „Stellt euch doch mal vor“ und mit der Frage nach den Zukunftsplänen enden. Kann man sicherlich mal machen, letztendlich sind wir den Lesern gegenüber aber auch verpflichtet, vielleicht mit etwas originelleren Fragen aufzuwarten, schließlich kennt der jeweilige Autor die Band bzw. sollte sie kennen.
Im Internetzeitalter ziehen Ausreden wie „Der Infozettel der Plattenfirma gab nicht mehr her“ nicht mehr wirklich! Dass Fakten wie Namen von Bandmitgliedern, Plattentitel etc. im Zweifelsfall gecheckt und recherchiert werden müssen, ist sowieso klar. Hilfreich, aber auch nicht perfekt: http://www.allmusic.com sowie natürlich die Ox-Reviewdatenbank.
F: Darf ich den Redefluss eines Interviews ändern?
A: Wenn nötig, ist nicht nur von „dürfen“ sondern von „müssen“ die Rede! Es gibt kein Gesetz, das einem verbietet, ein Interview in eine lesbare Form zu bringen, die vielleicht nicht dem ursprünglichen Redefluss entspricht, aber es dafür dem Leser ermöglicht, dem Frage-Antwort-Spiel zu folgen!
Selbst wenn ein Interview völlig chaotisch abgelaufen ist, sollte das möglich sein bzw. ist es die Aufgabe des Schreibers, Ordnung in so ein Chaos zu bringen!
Gesetzt den Fall, der Interviewpartner ist tatsächlich mal eher wortkarg oder erzählt völligen Unsinn, ist es auch dabei die Aufgabe des Interviewers das in die richtige Form zu bringen. Oder man wählt eine andere Form, die weniger von den O-Tönen des Interviewpartners abhängig ist.
Dabei bietet sich der sogenannte Fließtext an, der zwar wesentlich anspruchsvoller bei der Umsetzung ist, da er vor allem auf den Gedanken des Schreibers zu einem bestimmten Thema/Band aufbaut und O-Töne nur sehr begrenzt auftauchen.
Wir werden auch in Zukunft nicht davor zurückschrecken, Leuten Interviews zurück zu schicken mit der Bitte um Nachbesserung, wenn wir das Gefühl haben, dass die obigen Vorgaben nicht erfüllt wurden.
F: Muss ich auch auf die visuelle Umsetzung des Interviews Einfluss nehmen?
A: Wir möchten euch bitten hinsichtlich der visuellen Umsetzung eurer Interviews stärker aktiv zu werden, d.h. wir würden uns wünschen, dass ihr euch selbst um Fotos kümmert. Details siehe unter dem Punkt „1.8 Fotos“.
F: Wie muss ein Interview aussehen?
A: Bei mehreren Interviewpartnern wird der Name vor der Antwort erwähnt, bei nur einem Antwortenden KEIN Name am Anfang jeder Zeile.
Frage und Name des Antwortenden (falls vorhanden) fett, Antworten normal.
Zwischen Frage und Antwort KEINE Leerzeile, aber immer eine Leerzeile vor der nächsten Frage.
Interviews, auch per eMail, werden immer von Menschen beantwortet, nie kollektiv von einer Band. Aus journalistischen Gründen bestehen wir deshalb darauf, dass immer erkennbar ist, wer was antwortet. Bitte entsprechend arbeiten bzw. die Bands um Sorgfalt diesbezüglich bitten.
Und so sieht das aus:
BANDNAME
Überschrift
Einleitungstext, der alle relevanten Infos abdecken und auf sinnloses Blabla verzichten sollte. Der Einleitungstext ist nicht zu lang und nicht zu kurz und soll den Leser zum Weiterlesen animieren.
Hallo du, dem ich jetzt meine erste Frage stelle.
Name1: Hallo, das ist meine erste Antwort. Unsere neue Platte heißt „Ich kaufe nicht gerne Klopapier“
Name2: Ich hab auch was zu sagen.
Wenn ich jetzt meine zweite Frage stelle, antwortest wieder du?
Name1: Ja, weil ich der Boss bin. Aber du darfst auch den Bassisten was fragen.
Name2: Wie war die Frage?
Hallo Bassist, auch an dich habe ich eine Frage.
Name3: Auch Bassisten haben Gefühle.
Toller Schreiberling superBand.com
Das soll auch als Beispiel dafür dienen, dass man im fertigen Interview direkt auf den Punkt kommt und nicht - wie oben - mit redundanten Eingangsfragen den Leser nervt.
F: Wie lang darf ein Interview sein?
A: Es gelten folgende Längen (ohne Leerzeichen), die wie immer die absolute Höchstgrenze darstellen!
0,25 Seiten: 1.900 Zeichen (nur bei den Various Artists-Seiten)
0,333 Seiten: 2.400 Zeichen (nur bei den Various Artists-Seiten)
0,5 Seiten: 3.800 Zeichen
0,666 Seiten: 4.900 Zeichen
0,75 Seiten: 5.500 Zeichen
1,0 Seiten: 7.300 Zeichen
1,25 Seiten: 9.000 Zeichen
1,333 Seiten: 9.700 Zeichen
1,5 Seiten: 11.000 Zeichen
1,67 Seiten: 12.200 Zeichen
1,75 Seiten: 12.800 Zeichen
2,0 Seiten: 15.000 Zeichen
2,5 Seiten: 18.000 Zeichen
3,0 Seiten: 23.000 Zeichen
Die Textlänge könnt ihr in Word über „Extras“ und dann „Wörter zählen“ abrufen. Es gilt immer die Zeichenzahl OHNE Leerzeichen! www.woerter-zaehlen.de
F: Ich möchte gerne ein Interview mit einer bestimmten Band führen. Geht das?
A: Wenn ihr uns ein Interview anbietet (geplante Textlänge muss angegeben werden!), möchten wir, dass ihr das kurz begründet: „Ich will ??? interviewen, weil ...“
Eventuell kennen wir die Band nicht, hatten erst vor ein paar Ausgaben was drin, also brauchen wir ein Argument, weshalb wir das reinnehmen sollen.
3.9. Telefon- oder Skype-Interview
Skype: Rechtzeitig einen Account erstellen und ausprobieren. Auf ausreichende Übertragungsrate achten, sonst Aussetzer bei Video-Skype. Dem Interviewpartner bzw. dem Vermittler den Skype-Namen mitteilen und dann per Aufzeichnungssoftware oder Aufnahmegerät aufzeichnen.
Telefon: Wichtig ist ein Telefon mit Lautsprecher. Haben auch viele schnurlose Telefone, oft weiß man es nur nicht. Ohne Lautsprecher geht es nicht. Evtl. ausleihen oder für 30, 40 Euro eine fällige Neuinvestition tätigen. Per Handy kann das sehr teuer werden, wenn man im Ausland anruft, also Festnetz. Vorher z.B. via teltarif.de ermitteln, wieviel das kosten wird. Normalerweise sollten die Kosten etwa in die USA oder europäisches Ausland aber schon mit einem normalen Festnetz-Vertrag höchstens im unteren einstelligen Euro-Bereich liegen. Aber wichtig: vorher checken schützt vor böser Überraschung.
Aufnahmegerät: Für alle Smartphones gibt es Aufnahme-Apps. Also einfach mal die vorhandene Technik ergründen. Auch brauchbare digitale Diktiergerät sind recht günstig zu bekommen. Was nicht geht (rechtliche Gründe): Ein Gespräch mit dem Smartphone aufzeichnen, während man spricht.
in echt: Bei Interviews "in echt" und sowieso immer auf die Hintergrundgeräusche achten. Ein Backstage-Raum mit Musikwummern und anderen Menschen im Raum sorgt für blutende Ohren beim Abtippen!
Pünktlichkeit: Für "Phoner" gilt absolute Pünktlichkeit! Oft machen Bands mehrere Interviews am Stück, wer sich da 10 Minuten verspätet, ist unhöflich und hat nur noch 20.
Länge: aus 30 Minuten Interview sollte man genug Stoff für 1,0 Seite bekommen. Für eine große Story sollte man sich also nicht unter 45 Minuten abspeisen lassen.
Ganz wichtig: Vorher die Technik ausprobieren! Nichts nervt mehr als eine nicht vorhandene Aufnahme ...
F: Muss ich mein Interview vor dem Abdruck von meinem Gesprächspartner absegnen lassen?
A:Grundsätzlich leiten wir keine Interviews an die Interviewten, Manager, Labels oder Promoagenturen zur Freigabe weiter, auch nicht auf ausdrücklichen Wunsch. Entsprechende Konflikte kämpfe ich gerne für euch aus.
Unter dem Aspekt der Pressefreiheit ist dieses Freigabespiel mit der Möglichkeit zur Relativierung/Änderung gemachter Ausgaben sehr bedenklich, kommt einer Zensur gleich. Diese Unsitte ist übrigens vor allem in Deutschland sehr verbreitet, in den USA weniger. Die New York Times hat sich unlängst explizit gegen dieses Vorgehen ausgesprochen. Ist ein Interviewpartner nur zum Interview bereit, wenn es zu einer Freigabe kommt, verzichten wir auf das Interview!
Jeder Schreiber ist für seine Texte und deren Richtigkeit selbst verantwortlich (bzw. die Redaktion). Zu Verständnisfragen kann man zum jeweiligen Aspekt den/die Interviewten erneut befragen bzw. den entsprechenden Satz/Absatz mailen, sofern die normale Recherche keine Klarheit verschafft.
Obacht bei Mailinterviews! Gerade bei Bands aus den USA, wo kein direkter Kontakt besteht und die Mails über Manager/Promoagentur laufen, besteht immer der Verdacht auf Copy/Paste-Interviews oder solche, die gar nicht von der Band selbst beantwortet werden. Direktkontakt verlangen, misstrauisch sein!
3.11 Bildunterschriften und Fotomaterial für "historische" Interviews
Besonders bei Interviews mit alten Bands ist es wichtig, diese schön bebildern zu können. Dazu bitte mit dem/den Interviewpartner:innen klären, ob Fotomaterial vorhanden ist und falls ja, ob dieses in guter (hochauflösender) Qualität vorliegt - ein JPEG mit 50 kb Größe erfüllt diese Bedingung typischerweise nicht.
Auch zu klären ist, ob wir die Fotos verwenden dürfen, ob Fotocredits (also Name des/der Fotografierenden) bekannt sind oder ob das Foto "privat" ist, also "hat damals irgendwer gemacht, keine Ahnung wer, nimm einfach".
Zwingend enthalten sein muss ganz am Beginn des Interviews (noch vor BANDNAME Überschrift) eine Fotolegende in dieser Art: Ganz zu Beginn steht der sinnvolle Dateiname (also nicht IMG2756.JPG) und dann die möglichst knappe, aber aussagekräftige BU (Bildunterschrift) nebst Fotocredit.
Beispiele:
band87peterpaul.jpg - BU: BANDNAME 1987: Peter, Paul, Karl (v.l.n.r.) (Foto: Vorname Nachname ODER privat)
bandlivehamburg89.jpg - BU: BANDNAME 1989 im Störtebeker, Hamburg (Foto: Vorname Nachname ODER privat)
bandlivehamburg89_2.jpg - BU: Peter von BANDNAME 1989 im Störtebeker, Hamburg (Foto: Vorname Nachname ODER privat)
bandposter1.jpg - BU: BANDNAME-Tourposter 1991 (Bandarchiv)
flyer1.jpg - BU: BANDNAME-Flyer für Konzert 1992 in Stuttgart (Bandarchiv)
Ebenfalls enthalten sein sollte eine Diskografie, hier am Beispiel der TARGETS:
Schneller, lauter, härter (7“, Aggressive Rockproduktionen, 1984)
Menschenjagd (7“, Aggressive Rockproduktionen, 1984)
Massenhysterie (LP, Aggressive Rockproduktionen, 1985; CD: 1992; Rerelease: LP/CD, Colturschock/Höhnie, 2014)
Menschenjagd auf deutsche Art: EP-Tracks & Outtakes 1984 (LP, Colturschock, 2017)
Falls es eine umfassende Diskografie ist, nur die Alben nehmen, nicht jede Split-7" aufführen.
Bei beispielsweise Discogs auch bitte die (richtigen!) Cover raussuchen und in dieser Form/Dateibenennung mitliefern:
1984schneller.jpg
1984menschenjagd.jpg
1985massenhysterie.jpg
F: Wie lang darf ein Konzertbericht sein?
A: Maximal 1.600 Zeichen.
Die Textlänge könnt ihr in Word über „Extras“ und dann „Wörter zählen“ abrufen. Es gilt immer die Zeichenzahl OHNE Leerzeichen! (www.woerter-zaehlen.de)
Bitte beachtet: Diese maximale Textlänge ist KEIN unverbindlicher Vorschlag unsererseits, sondern unbedingt und unter allen Umständen einzuhalten. Es dürfen auf keinen Fall mehr, gerne aber weniger Zeichen sein.
F: Wie sollen Konzertberichte aussehen?
A: So:
HEADLINER, SUPPORT 1, SUPPORT 2
06.06.06 Stadt, Club
Ein Konzerterlebnis der etwas anderen Art sollte mich an diesem Freitagabend erwarten, als ich mich extra früh ... Blablablabla ...
Toller Schreiberling
F: Wie lang darf eine Kolumne sein?
A: Eine Kolumne hat 1.600 Zeichen. Die Textlänge könnt ihr in Word über „Extras“ und dann „Wörter zählen“ abrufen. Es gilt immer die Zeichenzahl OHNE Leerzeichen! www.woerter-zaehlen.de
Bitte beachtet: Diese Textlänge ist KEIN unverbindlicher Vorschlag unsererseits, sondern unbedingt und unter allen Umständen einzuhalten. Es dürfen auf keinen Fall mehr, aber auch nicht 200 Zeichen weniger sein. Damit meinen wir aber auch nicht, dass 1.590 Zeichen oder 1.629 ein Problem sind.
Wichtig ist nur, dass die Länge grundsätzlich eingehalten wird. Mehr nur nach vorheriger Absprache! Und unbedingt ein Kolumnenbild mitsenden!
F: Wie muss eine Kolumne geschrieben werden?
Beispiel:
GANZ TOLLE KOLUMNE
Ich wollte schon immer mal eine Kolumne schreiben, die den Sinn des Lebens aufdeckt und außerdem voll lustig ist und den Leser glänzend unterhält.
Alles begann an einem Morgen, als mir gar nicht danach war, eine Kolumne zu schreiben, aber dann passierte es. Ich erkannte, dass es meinem Wohlbefinden unheimlich zuträglich sein sollte, mich an die Ox-Anleitung zu halten und meine Texte nur noch in der gewünschten Form abzuliefern. Blablabla ...
Toller Schreiberling
