Interviews & Artikel : COHEED AND CAMBRIA :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

COHEED AND CAMBRIA

How can we make that sound more like a movie?

Eine der aufregendsten Bands des letzten Jahres waren wohl COHEED AND CAMBRIA, die sich so langsam vom Insidertip zum Hallenfüller mausern. Mit ihrer Mischung aus Progressive Rock, Funk und Hardcore fallen sie zumindest völlig aus dem Raster. HOT WATER MUSIC und THRICE luden sie auf ihre Europatour ein, Dr. Know von den BAD BRAINS ist auf ihrem Debüt „The Second Stage Turbine Blade“ zu hören und mir bot sich die Gelegenheit Sänger und Gitarrist Claudio zu Vergangenem und Künftigem zu befragen.


Könntest du mir zuerst was über die Tour mit HOT WATER MUSIC und THRICE erzählen, wie lief die denn so?


Das war sicher die beste Tour, die wir bisher gemacht haben. Wir bewundern beide Bands sehr, sowohl auf musikalischer, als auch auf menschlicher Ebene.

Wie war denn das Publikum so?

Sehr gut. THRICE und HOT WATER MUSIC haben natürlich jede Nacht gerockt. Für uns als neue Band war es folgendermaßen: entweder die Kids kannten unsere Sachen und standen total auf die Band, oder sie waren wie angewurzelt, rissen die Augen weit auf, wie im Nebel.

Vor wie vielen Leuten habt ihr denn gespielt?

Durchschnittlich waren es Veranstaltungsorte mit 1.200 Leuten. Ziemlich große Shows. Bei weitem die größten Gigs, die wir bisher hatten.

Was machst du denn, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, wenn ihr nicht auf Tour seid?

Ich habe in einer Tierhandlung gearbeitet. Ich bin da um sieben Uhr morgens hingekommen und letztendlich habe ich dort von acht bis zwölf Tierscheiße weggemacht. Dann hatte ich Pause. Danach wurden dann die Aquarien saubergemacht, die Algen entfernt, frisches Wasser eingefüllt und die Fische gefüttert. Das war’s eigentlich, das war mein Tag in der Tierhandlung.

Bevor du mit COHEED AND CAMBRIA angefangen hast, warst du ja in einer anderen Band, die SHABUTIE hieß, wo liegt denn der Unterschied zwischen den beiden Gruppen?

Die Musik ist anders und auch die Mitglieder unterscheiden sich. Mike und ich sind die einzigen Gründungsmitglieder von SHABUTIE, Travis und Josh kamen in der Spätphase hinzu. Als sie dabei waren veränderte sich die Musik, wir haben alle alten Songs fallen gelassen und neue geschrieben, und nochmal von vorne angefangen. Schließlich mussten wir den Namen ändern, da die Band sich so gewandelt hatte.

Was für eine Art Musik habt ihr gespielt?

Es war eine Mischung aus sehr unterschiedlichen Dingen. Als wir anfingen, waren wir eine Progressive-Funk-Metalband, wir haben uns dann hin zu melodischeren Sachen entwickelt. Das hat sich monatlich gewandelt, wir klangen alle dreißig Tage wie eine komplett andere Band.

Wann ist diese Bandsache richtig ernst für euch geworden?

Vor etwa drei Jahren, als wir uns entschieden, den Bandnamen zu ändern. Ich habe die Herangehensweise geändert, vom Hobby hin zu etwas, was ich unbedingt machen wollte.

Wie ist denn der Name der Band mit der Saga des Konzeptalbums verbunden? Das ist eine richtige Science-Fiction-Geschichte, oder?

Ja, das ist es. Der Name kommt von den beiden Hauptcharakteren in ‚The Second Stage Turbine Blade’, Coheed und Cambria. Was die Story betrifft, an der wir ja weiterhin arbeiten, ist es eine Mischung aus ‚Star Wars’, der Bibel und ‚Romeo und Julia’. Es geht um Liebe, Aufopferung und Verrat. Es ist schwer zu erklären, ich möchte einfach, dass die Band etwas besonderes ist, die Story jedoch auch für sich stehen kann. Es ist natürlich schwer, das zu erreichen.

Es ist nicht so einfach zu verstehen, wenn man kein Muttersprachler ist, da die Texte recht poetisch sind.

Um ehrlich zu sein, fällt es allen schwer. Und das war auch die Intention, es wage und obskur zu halten, damit sich die Kids selbst ihre Gedanken machen können und eigene Lösungen finden. Bald werden wir diese Bücher veröffentlichen, und wenn man dann das Buch hat, kann man sehen, wo man richtig lag und wo falsch.

Ihr wollt ein Buch veröffentlichen?!

Ja, das ist gerade im Gespräch, es soll eine Art Comic sein. Aber wann das passieren wird, weiß niemand ganz genau. An der Story arbeiten wir noch, da die Geschichte erst durch die Lieder fortschreitet. Sobald wir genügend Material in Form von Songs haben, wird es auch mehr Handlung geben.

Auf eurem Album hört man auch sehr eigenständige Gitarrenarbeit, die wirklich phantastisch ist. Wie habt ihr Dr. Know von den BAD BRAINS dazu bekommen, auf eurem Album zu spielen?

Es ist so, dass Doc in Woodstock wohnt, was ein Nachbarort des Ortes ist, in dem einige Mitglieder von COHEED wohnen. Josh ist seit Jahren ein guter Freund von Doc. Und der Typ, mit dem wir am Album gearbeitet haben, ist auch ein sehr guter Freund von den BAD BRAINS und er dachte: Warum versuchen wir nicht, ihn auf das Album zu bekommen?! Doc war dann auch ganz begeistert.

Wie ist er denn so?

Er ist ein sehr entspannter Typ, er kam vorbei und wir haben ein bisschen gequatscht. Ich hatte Doc ja schon mal getroffen. Damals war ich noch bei SHABUTIE und wir waren in einer Bar. Ich wusste aber nicht, wer er ist. Und er erzählte mir was von wegen: Ich bin ein Hardcore-Pionier. Und ich meinte nur: Wer zur Hölle bist du? Ich dachte, er sei ein verrückter Hippie, der in Woodstock wohnt, aber es stellte sich heraus, dass es Doc war.

Welche Bands haben euch am meisten inspiriert?

Die Band insgesamt haben sicherlich LED ZEPPELIN, AT THE DRIVE IN, SUNNY DAY REAL ESTATE und THE POLICE beeinflusst. Eine Mischung aus 70er-Rock und 80er-Hardcore. Ich bin ein großer Fan der 80er, von Michael Jackson, Cindy Lauper und diesem extrem hohen Gesang.

Kommt bald eine neue 7“ oder eine EP von euch raus?

Nein, wir planen ein ganzes Album. Im April haben wir schon etwas Vorproduktion gemacht und Ideen gesammelt. Die Band hat drei Songs aufgenommen, und als ich im September Zuhause war, habe ich ca. 8 Songs geschrieben. Im März werden wir ins Studio gehen und die nächste Platte raushauen. Im April soll es eine Europatour geben.

Fühlst du dich etwas unter Druck gesetzt, wenn du an die hohen Erwartungen denkst, die in euch gesetzt werden?

Manchmal. Beim aktuellen Album dachten wir nicht, dass es so gut laufen würde, wie es dann geschehen ist. Es geht mir manchmal durch den Kopf, aber ich denke, das nächste Album wird ebenso gut wie das aktuelle, wenn nicht sogar besser. Aber ich denke da nicht soviel drüber nach.

Werdet ihr auch ein Video machen?

Wir haben ja schon eines für ‚Delirium Trigger’ gemacht. Es ist im Gespräch, noch ein Video für ‚Devil In Jersey’ zu machen, mal sehen, wann das sein wird.

Gibt es schon einen Namen für das neue Album?

Ja, aber das ist kompliziert. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ‘The Opera Armories Of 3rd Deed’ oder ‘The Inkeeping Secret Of Silent Earth 3’.

Was ist mit der Musik, habt ihr euch sehr verändert?

Es wird in eine ähnliche Richtung gehen, sich langsam aufbauende Songs, mit vielen ‚ups und downs’. Dann wieder Songs, die richtig nach vorne gehen und auf den Punkt gebracht sind.

Thomas Eberhardt

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #50 (März/April/Mai 2003)

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