A KILLER’S CONFESSION

Foto© by Band

Based on a true story

Waylon Reavis aus Cleveland, Ohio, einigen viel­leicht als der ehemalige MUSHROOMHEAD-Sänger bekannt, schlägt mit A KILLER’S CONFESSION ein neues Kapitel auf. „Victim 2“ ist der zweite Teil eines Konzeptalbums um einen Serienmörder. Was es damit auf sich hat und woher die Inspiration dafür stammt, erfahren wir von ihm.

Könntest du uns kurz zusammenfassen, was bisher bei A KILLER’S CONFESSION passiert ist, damit wir auf dem Laufenden sind?

In „Victim 1“ lernen wir den Mörder kennen. Wir erfahren von den inneren Konflikten, die seine Taten in ihm auslösen. Da er eine gespaltene Persönlichkeit hat, befindet er sich in einem ständigen Kampf darum, welche Seite die Kontrolle hat. Im Laufe des Albums spüren wir kurze Momente der Reue beim Mörder.

Worin unterscheidet sie sich die Figur des Mörders in „Victim 2“ vom ersten Album?
Wir machen genau dort weiter, wo wir mit „Victim 1“ aufgehört haben. Wir erleben weiterhin, was im Kopf des Killers passiert. In „Victim 2“ beginnt er zu erkennen, dass er vielleicht zu weit gegangen ist. Man spürt seine Zweifel. Er wird von Traurigkeit und einer Schwere überwältigt. Er erkennt nun, dass er keinen Ausweg mehr findet und sich den Konsequenzen seiner Taten stellen muss.

Du hast die Geschichte für „Victim 3“ auch schon geplant. Wird es so etwas wie ein Happy End geben?
Ich kann mir kein Happy End für „Victim 3“ vorstellen. Auch wenn es sich um ein Konzept handelt, habe ich mich dafür entschieden, es auf der Realität basieren zu lassen. In dieser Situation glaube ich, dass die Zukunft für den Mörders sehr schlecht aussehen wird. Zwei unrechte Taten ergeben niemals eine gerechte Tat, egal aus welchem Grund man sie begeht.

Ich habe mich gefragt, wie ein Cover von „Heart-shaped box“ von NIRVANA zur Erzählung von A KILLER’S CONFESSION­ passt?
Das ist der Song, der dem Mörder ständig im Kopf herumgeht. Es ist eine Art innerer Soundtrack, aber es ist immer derselbe Song. Außerdem helfen ihm die Lyrics zu erkennen, dass er sich selbst auf seinem Weg verloren hat.

In den letzten Jahren scheinen die Menschen von True-Crime-Podcasts oder -YouTube-Videos be­sessen zu sein – woher kommt dieses Interesse deiner Meinung nach? Und haben reale Ereignisse auch das Konzept deiner Alben beeinflusst?
Ich verstehe wirklich nicht, warum die Leute so versessen auf wahre Kriminalfälle sind. Ich denke, es könnte daran liegen, dass das Storytelling heutzutage schlechter geworden ist und Fiktion nicht mehr das ist, was sie einmal war, so dass die Leute nach unterhaltenden Aspekten im realen Leben suchen. Ich versuche allerdings, mit „Victim 1“ und „Victim 2“ nahe an der Realität zu bleiben.

Du hast mit Opfern von Kinderhandel gearbeitet, welchen Einfluss hatte diese Erfahrung auf dich und das Konzept von A KILLER’S CONFESSION?
Das ist der Kern von allem, was ich tue. Nachdem ich ein Jahr lang mit diesen Kindern, die zu Opfern wurden, zu tun hatte, war mein Leben nicht mehr dasselbe. Diese Alben helfen mir, mit dem umzugehen, was ich über die Abgründe des Menschenhandels gelernt habe.

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