
Beifang vom Punk Rock Holiday: BATTERY begeisterten auf der sonnigen Strandbühne, also fragte ich Brian McTernan und Ken Olden spontan nach einem Interview. Und so saßen wir uns kurz darauf im Backstagebereich gegenüber und dröselten die Geschichte einer Band auf, von der Wikipedia in der Vergangenheitsform spricht („Battery was an American straight edge youth crew hardcore punk band from Washington, D.C. that was active from 1990 until 1998 and re-formed for a brief reunion in 2012.“), die aber tatsächlich seit ein paar Jahren wieder Konzerte spielt, auch in Europa. Zeit ist dabei das entscheidende Kriterium, denn Brian McTernan (voc) ist seit Jahren einer der gefragtesten Produzenten im Hardcore-Bereich mit seinem Salad Days-Studio und zuletzt mit BE WELL aktiv. Auch Ken Olden (gt) hat sich als Produzent auf vielen Hardcore-Platten verewigt wie auch als Musiker, etwa bei BETTER THAN A THOUSAND, DAMNATION A.D. und WORLDS COLLIDE, außerdem ist er als Tourgitarrist unterwegs.
1996 schrieb ich in Ox #23 über eure „Until The End“-CD folgende Sätze: „Bitte, ich gebe gerne zu, daß BATTERY ganz ordentlichen Straight Edge-Hardcore zustandebringen, aber der Tanz, den die Essener Kidcore-Fraktion im örtlichen Plattenladen veranstaltete, war doch etwas übertrieben: Wochenlang nervten die Blagen täglich, ob die neue BATTERY denn schon da sei, und als WOM das Teil dann einen Tag früher bekam, rannte die ganze Mannschaft in den Scheißladen, um sich das Teil dort zu holen. Hey, Jungs, das ist nur eine Band! Cool bleiben! Ihr habt noch genug Zeit, bei Kerzenlicht unter der Bettdecke die Texte auswendig zu lernen. Die sind wie gehabt ganz gut, ziemlich angepisst und gar nicht predigend. Schon längste musste zum Beispiel mal was gegen Bodybuilder-Idioten gesagt werden (‚Go back to the gym‘), und auch die Anti-Kommerz-Position, die in ‚That’ll never be me‘ ausgebreitet wird, kann ich so unterschreiben. Musikalisch gibt’s [...] bissig rockenden SE-Core, der sich diesmal in Form einer Coverversion von 7 SECONDS ‚Young till I die‘ klar zu seinen Wurzeln bekennt.“ Wie geht es euch, wenn ihr eure alten Songtexte lest?
Brian: Eine der schönsten Erkenntnisse ist festzustellen, dass sie so viel mit meinem heutigen Leben zu tun haben. Es ist nur eine andere Perspektive. Nimm den ersten Song auf dem Album: Die Mode, die Flaggen, die wir schwenken, sie trennen uns noch heute, und wir haben darüber gesungen. Und wenn wir über junge Frauen und Essstörungen singen, bricht es mir das Herz, dass es heute für Frauen genauso schlimm oder sogar noch schlimmer ist als damals. Und die Sache mit den Leuten, denen ich sagte, sie sollten lieber ins Fitnessstudio gehen als auf Konzerte: Heute tanzen die Leute sogar noch schlimmer bei manchen Gigs. Ich bin froh, dass diese Songs immer noch so relevant für mein Leben sind und eine Bedeutung haben. Wir waren damals Straight-Edge-Kids, aber für mich war die Basis immer Hardcore. Straight Edge ist Teil eines viel größeren, wichtigeren Wertesystems. Als wir in D.C. aufgewachsen sind, war es uns nie wichtig, ob jemand straight war oder nicht, sondern dass er da war, cool war und andere unterstützt hat. Es war also erfrischend, diese Songs wieder zu singen.
Ken: Ich war über die Jahre in einer ganzen Reihe von Hardcore-Bands. Und was immer wirklich cool war, waren Brians Texte. Brian hat die meisten Songs geschrieben, die meisten Texte. Ich schreibe einen Song pro Album, er schreibt alle anderen. Seine Texte sind viel persönlicher und introspektiver als die von vielen unserer Vorbilder. Das war vor 25 Jahren so und ist heute noch so. Und ich denke, das ist der Grund, warum die Songs immer noch Leute ansprechen, wenn wir auf der Bühne stehen. Wenn wir uns unsere alten Platten anhören und überlegen, welche Songs wir ins Set nehmen, gibt es keine, die vom Konzept her nicht mehr passen würden. Sie sind alle auch heute noch relevant. Ich glaube nicht, dass es einen einzigen Song gibt, den wir wegen des Textes und der Bedeutung nicht spielen könnten.
Ist das nicht eine schöne Erkenntnis festzustellen, dass man in so jungen Jahren schon so smart war?
Brian: Ich denke mir manchmal, wenn man jung ist, ist man an einem Punkt im Leben, an dem man noch nicht all diese verwirrenden Erlebnisse hatte. Man entdeckt gerade seine eigenen Gefühle. „Until The End“ ist eines der wenigen Alben, an denen ich mitgeschrieben habe, bei dem ich in einer wirklich guten Phase meines Lebens war, was meine psychische Gesundheit und so weiter angeht. Es ist das einzige Album mit Songs von mir, die auch von der Welt um mich herum handeln. Bei anderen Alben, wie zum Beispiel dem Nachfolger „Whatever It Takes“, hatte ich mit Depressionen zu kämpfen, und darauf gibt es einige Songs, die ich nicht gerne spiele, weil sich mich in eine Zeit zurückversetzen, an die ich nicht so gerne denke. Es ist nicht so, dass ich mich dafür schäme, aber „Until The End“ macht mich glücklich, wenn ich es höre. Es gibt mir das Gefühl, dass wir etwas zu sagen hatten und versucht haben, Dinge anzusprechen, über die andere Leute nicht geredet haben. Wir hatten natürlich unsere Einflüsse ideeller Art, die kamen aus der Richtung Dischord und FUGAZI. Es ging uns nicht um „unity, straight edge, us better than you“. Wir gingen zu FUGAZI-Konzerten und ich erinnere mich, dass Ian McKay darüber redete, dass Homosexuelle verprügelt werden und wie schrecklich und wie vorurteilsbehaftet das ist, weil alle gegen Rassismus sind, aber ihrer Homophobie freien Lauf lassen. Ich war zu der Zeit in der siebten Klasse und hatte nie über so was nachgedacht. Ich hätte nie daran gedacht, dass das mit anderen wirklich schrecklichen Einstellungen gleichzusetzen ist, für die ich wahrscheinlich jemanden verprügelt hätte. Solche Ansagen hörte man nicht in anderen Szenen. Und ich gebe zu, dass ich den Hardcore-Sound mehr mochte als das, was sie musikalisch machten, aber FUGAZI haben uns mit einigen Ideen konfrontiert, die wir in die Hardcore-Szene einbringen wollten.
Darf ich fragen, wie alt ihr seid?
Brian: Ich bin 49
Ken: Und ich 53.
Wenn man auf Festivals wie das Punk Rock Holiday geht, wird einem klar, dass viele der Leute hier im Herzen jung geblieben sind, aber vor und auf der Bühne viele über 50 sind. Und man merkt, dass für diese Leute alles, was du gerade beschrieben hast, etwas ist, das sie ihr Leben lang begleitet – „young until I die“ eben.
Brian: Wenn man nichts von Punk/Hardcore versteht und nicht Teil dieser Szene ist, wird man das nie verstehen. Deshalb ist es mir auf dieser Tour persönlich sehr wichtig, mich jeden Abend bei den Leuten für das Leben zu bedanken, das sie uns geschenkt haben – auch Leute wie du, die damals unsere Platten rezensiert haben und heute immer noch dabei sind. Diese Menschen haben uns zu einer Karriere verholfen, ließen uns Teil der Familie werden, ermöglichten all diese Abenteuer, die man nur erleben kann, wenn man das macht, was wir machen.
Was wäre aus eurem Leben geworden ohne Hardcore?
Ken: Ich habe überhaupt keine Ahnung. Musik war und ist das Wichtigste in meinem ganzen Erwachsenenleben, und das war es sogar schon, als ich noch ein kleiner Junge war. Da bin ich mit einer selbstgebastelten Holzgitarre herumgesprungen und habe in meinem Wohnzimmer herumgetobt, bevor ich überhaupt etwas spielen konnte, und habe so getan, als würde ich in einer Band spielen. Ich habe Musik geliebt, schon bevor ich überhaupt daran denken konnte, ein Instrument zu lernen. Ich stellte mir vor, wie es wäre, auf der Bühne zu stehen. Die Hardcore-Community ist eine so einzigartige Gemeinschaft. Ich erinnere mich noch daran, wie es vor 30 Jahren war, als es noch keine Handys gab und noch keine Navigationsgeräte in den Autos, und wir kamen auf Tour an einem Offday in eine Stadt, liefen einfach herum und sahen Leute mit den „richtigen“ T-Shirts. Und schon hatten wir neue Freunde gefunden, sie zeigten uns die Stadt, sie ließen uns bei sich übernachten. Und so war das in jeder Stadt in Amerika, ich konnte überall jemanden finden, den ich noch nie zuvor gesehen hatte, aber sobald wir durch Hardcore eine Verbindung hergestellt hatten, sobald wir merkten, dass dieser Typ so ist wie wir oder umgekehrt, war alles klar. Ich musste mir nie Sorgen machen, einen Platz zum Übernachten zu haben. Das ist etwas ganz Besonderes.
Brian: Auf der ersten BATTERY-Tour 1994 trafen wir in Coney Island diesen Typen namens Sven, mit dem wir seitdem befreundet sind. Und dieses Jahr war seine Tochter bei der ersten Hälfte dieser Tour unsere Merchverkäuferin. Und in Stuttgart sah ich eine junge Frau im Pit, die jeden einzelnen Song mitgesungen hat, wirklich jedes einzelne Wort. Vielleicht kannte sie die Texte sogar besser als ich. Danach habe ich sie gefragt, wie das sein kann, weil sie gerade mal 18 oder 19 ist. Und sie sagte: „Mein Vater war mal mit euch auf Tour und ich höre BATTERY seit meiner Kindheit.“ Um auf deine Frage zurückzukommen: Für mich hätte es genauso gut im Gefängnis enden können. Ich war ein sehr schwieriges Kind, und dann traf ich Ken, und Ken war einer der ersten Menschen in meinem Leben, der kein Versager war. Mein damaliger Freundeskreis taugte wirklich nicht viel.
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Brian: Ich war damals mit einem Mädchen zusammen, das die Schwester von einem Typen in Kens anderer Band war. Und eines Tages sagte Ken zu mir: „Du stehst auf Straight Edge? Ich habe noch eine zweite Band.“ Und so ging ich einfach am Wochenende zu Ken nach Hause und sah ihm und unserem damaligen Schlagzeuger Zach dabei zu, wie sie Songs schrieben. Ich arbeite jetzt seit über 30 Jahren als Produzent, aber wenn das damals nicht gewesen wäre ... Ken hat mir beigebracht, wie man Songs schreibt. Er nahm mich mit ins Studio, als ich noch ein kleiner Junge war. Er erklärte mir Dinge über Musik und ihren Sound, an die ich nie gedacht hätte. Wie durch Osmose habe ich das alles in mir aufgenommen, und als wir dann von unserer Europatour zurückkamen, hatte ich die Highschool sowieso schon abgebrochen und war mir sicher: Ich werde ein Tonstudio eröffnen. Ich werde es einfach tun!
Ken: Nun, Hardcore lässt dich glauben, dass du alles schaffen kannst.
Brian: Ich erinnere mich, wie ich im Flugzeug saß, auf dem Rückflug von unserer ersten Europatour, und das erste Mal das Gefühl hatte, dass ich etwas Besonderes bin und dass das, was ich zu sagen habe, wichtig ist und die Menschen anspricht. Und ich glaube nicht, dass ich alles, was danach kam, je getan hätte, wenn ich diese Bestätigung nicht gehabt hätte. Hardcore hat mir das Selbstvertrauen gegeben, dass ich das Land verlassen konnte, ich war vorher noch nie geflogen. Ich hatte bis dahin ein ziemlich abgedrehtes Leben. In meiner Familie gab es viele psychische Erkrankungen. Bei uns zu Hause sah es aus wie in dem Punkhaus im Film „Suburbia“: Graffiti an allen Wänden. Und anstatt mit mir darüber zu reden, hinterließ mein Vater mir Zettel mit der Aufforderung, nichts an die Wände zu schreiben. Es war verrückt.
Ken: Brians Bruder Mike war der Sänger von meiner Band DAMNATION A.D., und einen dritten Bruder gibt es auch noch, Billy. Alle drei spielten in Hardcore-Bands – und ich war so etwas wie der vierte Bruder. Ich war immer bei denen, ihre Mama war wie meine Adoptivmutter. Und dieses Haus ... war einfach hardcore. Es war wild. Mit Matratzen auf dem Boden. Es war fast so, als gäbe es keine Eltern. Die Mutter war die liebste Person auf der Welt, aber es machte den Eindruck, als hätten die Jungs das Haus übernommen.
Brian: Ich habe – und das ist eine wahre Geschichte –, als ich in der achten Klasse war, das Auto meiner Eltern geklaut. Ich habe mich versteckt, als der Schulbus kam, und dann wartete ich, bis mein Vater zur Arbeit gegangen war, klaute das Auto und fuhr damit zur Schule. Und anstatt mit mir darüber zu reden, gab mir mein Vater einfach einen Klaps auf den Hinterkopf. Ich weiß echt nicht, wie mein Leben geworden wäre, wenn ich nicht Hardcore entdeckt hätte, wenn ich Ken nicht getroffen hätte. Ich hätte garantiert nicht Hunderte von Platten produziert. Ich habe mein ganzes Leben lang Musik gemacht, und das habe ich dieser Szene zu verdanken. Ich möchte Ken jetzt nicht in Verlegenheit bringen, aber auf der Bühne drehe ich mich manchmal um und sehe Graham und Ken, die meine Idole sind, und dann lächle ich und denke mir: Ich kann nicht glauben, dass ich das mit diesen Jungs machen darf! Und was auch noch wichtig ist: das Gefühl, von Leuten umgeben zu sein, die dich in- und auswendig kennen, die du schon dein ganzes Leben lang kennst. Ich komme mit nichts durch, ich kann nichts vor ihnen verbergen. Manches muss ich es nicht einmal mehr aussprechen, weil wir uns schon so lange kennen. Ich fühle mich so happy mit ihnen.
Du erwähntest es eben schon, du hast zig Platten von Bands produziert, die wir alle kennen ...
Brian: Ja, aber nichts hat mein Leben so geprägt wie BATTERY. Nichts! Ich erinnere mich an jeden Veranstaltungsort. Ich erinnere mich noch, wie ich mal eine Location betrat und dachte, ich kenne diesen Geruch! Und dann sehe ich den Tontechniker und erinnere mich wieder.
Hast du so etwas wie ein fotografisches Gedächtnis?
Brian: Nicht für irgendetwas anderes als das hier. Weil es das ist, was ich schon immer am meisten geliebt habe. Ich kam als Kind von der Schule nach Hause, schloss die Tür hinter mir ab, sprang in meinem Zimmer herum und tat so, als wäre ich der Sänger einer Band. Ich las die Texte immer wieder und hörte mir die Songs an und stellte mir vor, wie es wäre, einen solchen Song zu schreiben und ihn jemandem vorzuspielen. Wie sich das anfühlen würde, weißt du? Und das Lustigste an der Sache mit BATTERY ist: das war völliger Zufall. Die hatten gerade die Band gegründet und noch keinen Sänger. Und ich war im Proberaum dabei und habe einfach angefangen zu singen, weil sonst keiner da war.
Ken: Ja, wir hatten keinen Sänger, wir hatten nur die Musik.
Brian: Und dann gehen sie auch noch ins Studio ...
Ken: ... ohne Sänger. Um ein Demo aufzunehmen, um einen Sänger zu finden.
Brian: Das Demo entstand damals in Dave Grohls Keller. Und während sie aufnehmen, rede ich die ganze Zeit mit dem Typen am Mischpult, und der fragt mich: „Wer singt denn?“ Und ich sage: „Na ja, ich singe bei den Bandproben, aber sie werden bald einen richtigen Sänger engagieren.“
Ken: Man muss dazu sagen, dass Brian damals elf Jahre alt war.
Brian: Der Soundmann sagte: „Komm, mach mal, ich will das zumindest mal hören.“ Also sang ich die Songs und alle waren alle total begeistert.
Ken: Er hing eben immer im Proberaum rum und hörte sich das an. Und die ganze Zeit hat er alles in sich aufgesogen.
Brian: Das Lustigste daran war aber, dass sie nie gesagt haben: „Okay, du bist in der Band.“ Es war eher so: „Oh, das war irgendwie cool.“ Und ich habe das Demo genommen, bin zu einem Konzertveranstalter gegangen und habe gesagt: „Hier ist meine neue Band.“ Und der hat uns einen Auftritt mit SICK OF IT ALL verschafft.
Ken: Er rief mich an und sagte: „Yo, ich habe einen Auftritt für uns.“ Und ich sagte: „Für uns? Du hast einen Auftritt für uns?“
Brian: Dann passierte erst mal nicht viel, bis Lost And Found das Demo als Bootleg veröffentlicht hat.
Wir reden vom deutschen Label Lost And Found Records in Hannover, das 1993 die zwei Jahre alten Aufnahmen als CD unter dem Titel „We Won’t Fall“ veröffentlichte.
Brian: Genau. Zu dieser Zeit spielte Ken bei WORLDS COLLIDE und ich war in einer Band namens ASHES. Eines Tages ging ich in einen Plattenladen und entdeckte diese CD. Ich hatte noch nicht einmal einen CD-Player ... Ich sah also diese BATTERY-CD, nahm sie aus dem Regal, drehte sie um und dachte mir: Moment mal, das sind tatsächlich unsere Songs! Ken hat das damals alles geregelt.
Ken: Ja, ich war mit denen in Kontakt. Wir in den USA, die in Europa, und das war für uns so weit weg wie der Mars. Also haben wir gesagt, ihr könnt unsere Aufnahmen haben, egal, was passiert. Man dachte nie, dass man jemals wieder davon hört. Vielleicht bekommt man ein paar Exemplare per Post. Aber dann haben wir tatsächlich gemerkt, dass die CDs professionell vertrieben werden, auch in den USA. Und wir merkten, da geht mehr, als wir gedacht hatten. Die hatten also das Demo als CD veröffentlicht. Wir wussten nicht, wer oder was Lost And Found ist. Wir wussten nichts von den Bootlegs, wir wussten gar nichts, weil es ja noch kein Internet gab. Es ist verwunderlich, wie die Hardcore-Szene damals überhaupt funktionieren konnte, so vieles lief nur über Mundpropaganda. Die fragten uns nach einem Album, und ich sprach mit Brian, ob wir nicht etwas Cooles auf die Beine stellen können, denn zu dem Zeitpunkt waren BATTERY keine richtige Band. Wir waren uns aber sicher, was Cooles hinbekommen zu können.
Brian: Wir sind dann zu einem Freund von Ken nach Atlanta gefahren zum Aufnehmen. Die Songs von Ken waren noch gar nicht wirklich fertig, aber buchstäblich innerhalb eines Tages nahm Ken die Drums auf, die Gitarren, und ich saß da und schrieb die Texte.
Ken: BATTERY hatte immer etwas sehr Magisches. Ich war schon in vielen Bands, Brian war in vielen Bands, wir haben viele Bands aufgenommen, wir haben so viel Musik gemacht. Aber BATTERY war für uns in gewisser Weise immer einfach, in dem Sinne, dass es für uns immer so selbstverständlich war, gemeinsam Songs zu schreiben. Und diese Platte war das perfekte Beispiel dafür. Ich hatte nur ein paar Ideen für Gitarrenparts im Kopf, es ist eine zehnstündige Fahrt von D.C. nach Atlanta, unser Freund hat dort ein Studio und er wollte uns die Studiozeit umsonst geben. Er wollte in der Zeit mit Freunden ausgehen, er ließ uns allein im Studio. Wir brachen am Freitagabend auf, fuhren die ganze Nacht durch, kamen vielleicht um 9 Uhr morgens an, machten ein kleines Nickerchen, dann standen wir auf, bauten das Schlagzeug und die Gitarren auf, und mein Kumpel sagte: Ken, du machst das schon. Ich nahm also die Drums auf, aber ich kannte die Songs selbst kaum, weil wir ja gar keine „richtige“ Band waren, wir hatten nie richtig geprobt. Und wir hatten auch nicht viel Zeit, zwei Tage. Ich habe also in einem Take die Drums eingespielt, und Brian hatte auf der Fahrt ein paar Texte geschrieben, aber er hatte noch keinen der Songs gehört. Niemand wusste, was dabei rauskommen wird. Als ich die Gitarren aufnahm, war es das erste Mal, dass Brian die Songs hörte. Wir haben also um 9 Uhr morgens angefangen – und waren um 20 Uhr mit dem Album komplett fertig und hatten sogar die Gangvocals aufgenommen. Wir schauten auf die Uhr und dachten: Mann, es ist wirklich früh. Wir sollten noch zwei Songs schreiben. Um 22:30 Uhr waren wir dann komplett fertig. Die Platte war abgemischt und wir sind an diesem Abend sogar noch ins Kino gegangen, um zu feiern. Und es ist eine echt coole Platte geworden!
So was macht heute niemand mehr.
Brian: Diese Vorgehensweise hat dazu beigetragen, dass wir nichts überdenken konnten. Bei „Until The End“ lief es irgendwie genauso. Ich hatte damals mein Studio in Boston, Ken nahm da die Drums auf und ein bisschen Gitarre, und dann fuhren wir aus irgendeinem verrückten Grund von Boston nach Atlanta – und Ray Cappo war auch dabei. Ich saß auf dem Rücksitz des Autos, hatte meine Kopfhörer auf und höre mir die Rohfassungen der Tracks an und schrieb die ganze Fahrt über Texte dazu. In Atlanta angekommen, nahm Ken alle Gitarren und den Bass auf, weil unser Bassist verhaftet worden war wegen irgendwelcher Graffiti. Ich bin sofort eingeschlafen, weil ich die ganze Nacht Texte geschrieben hatte. Und ich wache auf – und alles ist bereits aufgenommen, und ich fange einfach an zu singen. Ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt reingegangen bin, um mir die Takes anzuhören. Es gibt da einen Moment bei „Young till I die“, wo man hört, wie jemand fragt: „Wo ist Brian?“
Ken: Wir waren damals so schnell unterwegs und es war wirklich magisch. Ich habe so eine Erfahrung noch mit keiner anderen Band gemacht. Der kreative Prozess war für uns immer einfach, weil wir immer sofort eine Entscheidung über einen Song, ein Arrangement, einen Text getroffen haben, wir haben nicht viel darüber nachgedacht. Wir haben nie etwas totgequatscht. Das Interessante war, dass bei uns live dieselbe spontane Energie entstand, es gab keinen Filter: Genau so haben wir es empfunden, als wir es aufgenommen haben. BATTERY war also immer etwas ganz Besonderes, und Brian und ich haben super als Team zusammengearbeitet, es fällt uns einfach leicht. Ich war in vielen anderen Bands, die mir Spaß gemacht haben, aber da benötigten das Songwriting und Aufnehmen immer eine viel größere Vorbereitung.
Brian: Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich ihnen ganz am Anfang lange nur zugesehen habe und dabei ständig diese ganzen Ideen im Kopf hatte. Aber ich hatte mich nicht getraut, etwas zu sagen. Später, als ich schon ein bisschen älter war, hatte ich dann den Mut etwas zu sagen und das hat mir irgendwie ein Selbstvertrauen gegeben, das ich sonst definitiv nicht gehabt hätte. Ich wusste: Ken findet es gut, dann ist es gut. BATTERY sind wie eine Familie.
Was ist aktuell der Status von BATTERY? Stand Anfang August 2025 heißt es bei Wikipedia: „BATTERY waren eine Band ...“
Brian: Man kann nie wissen ... Wir haben Songs geschrieben, und jedes Mal, wenn wir das tun, bin ich wirklich stolz auf das, was dabei rauskommt. Es ist nur ... schwer, so weit zu kommen, dass man genug Titel für ein Album hat, so wie wir alle unser Leben jenseits der Band haben. Es wäre toll, ein Album zu machen, das widerspiegelt, wer wir heute sind. Ken und ich sind immer noch sehr verbunden mit der Musik, ich produziere jüngere Bands, Ken geht mit Bands auf Tour, schreibt mit anderen Leuten Songs. Es ist also nicht so, dass wir raus sind.
Ken: Ein neues BATTERY-Album zu machen, wäre für uns nicht so schwer wie für andere Leute aus unserer Generation, die ihre Instrumente oder diese Art von Musik schon vor langer Zeit an den Nagel gehängt haben und von denen einige nicht mehr wirklich daran anknüpfen können. Wir haben eine Handvoll Songs geschrieben. Wir nehmen die ursprünglichen Ideen und wenden darauf alle die Fähigkeiten an, die wir in den letzten 20, 30 Jahren erworben haben, um die Stücke zu verbessern. So ein neuer Song ist nicht einfach nur zusammengeschustert, auch wenn es nur rohe Energie ist. Wir haben die Vorlage, aber heute können wir ihn erst richtig polieren.
Brian: Die Synergien zwischen Ken und mir wirken immer noch genau so wie früher, nur dass wir nicht mehr in derselben Stadt leben. Und so ist es schwierig, dafür die gemeinsame Zeit zu finden. Aber wir bleiben dran und ich merke, dass mein Gehirn unbedingt nach Hause will, um Musik zu schreiben. Wir werden also nicht einfach jedes Jahr nach Europa kommen und immer bloß unsere alten Songs aus den 1990ern spielen.
Wie lange gibt es diese neue Version von BATTERY schon?
Brian: 2017 kamen wir wieder zusammen und spielten beim Sound of Revolution Festival. Es war wirklich wunderschön und als wir wieder zu Hause waren, dachten wir: Wow, das also haben wir all die Jahre verpasst! Ich hatte die Songs seit 1998 nicht mehr gespielt, und Ken war mit vielen Bands auf Tour. 2019 folgte eine Tour mit H2O, und das hat wirklich Spaß gemacht, und dann sind wir nach Hause gefahren, Ken hatte eine Menge zu tun, und ich spielte bei BE WELL. Ich liebe BE WELL, aber BATTERY ist ... einfach noch etwas anderes für mich. Ken geht mit diesem bekannten Musiker José González auf Tour, der früher auch mal ein Hardcore-Kid war. Ken und ich sind uns so mal wieder bei einer Show begegnet, und im Auto auf dem Weg nach Hause dachte ich mir: Mann, ich vermisse Ken! Ich habe ihm eine SMS geschickt ... ich weiß nicht mehr genau, was dann passiert ist.
Ken: So ungefähr war es. Wir sind zusammen essen gegangen und im Ergebnis kam es zu dieser Tour in zwei Etappen, im Juni und jetzt diese hier. Die Shows bislang waren so viel besser, als wir es erwarten konnten, wie wurden vom Publikum so herzlich aufgenommen. Es gibt nichts Negatives. Jeder Aspekt davon ist wie ein Traum. Bochum und in Berlin waren total verrückte, schweißtreibenden, chaotische Hardcore-Shows, bei denen man sich kaum bewegen kann. Und heute haben hier eine Menge Leute getanzt, es waren Kinder auf der Bühne ... Es ist wie ein Abenteuer, bei dem man selbst entscheiden kann, wie es weitergeht.
Was sonst im Leben könnte einem das geben?
Beide: Nothing!
Brian: Ganz ehrlich, die Möglichkeit, das hier zu tun, ist das bislang Bedeutendste in meinem Leben. Und das hat viele scheinbar bedeutendere Erfolge übertroffen. Nichts hat mich so geprägt wie diese Band. Und heute geht es nur darum, den Moment zu genießen. Und ich will keine Sekunde davon verpassen.
Ken: Als wir jünger waren, war BATTERY so etwas wie unser lustiges Nebenprojekt. Wir waren beide in anderen Bands, die uns jeweils wie unser Hauptprojekt vorkamen. BATTERY waren so einfach, weil es uns so leicht fiel, diese Songs zu schreiben. Wir haben etwas Magisches geschaffen, aber ich glaube nicht, dass wir das damals zu schätzen wussten, weil alles so gut lief: Die Touren waren großartig, die Alben kamen raus, die Leute liebten sie, und wenn etwas fast schon zu leicht ist, dann nimmt man es als selbstverständlich hin.
Brian: Kennst du Damien Rice? Das ist so ein Folkmusiker. Ich habe ihn schon früh in seiner Karriere gesehen, sein Hit war „Eskimo“. Wenn er den ankündigte, ist die Menge total ausgeflippt, und er sagte: „Fuck you, diesen Song habe ich hingeschissen, ich habe ihn in fünf Minuten geschrieben. All die anderen Songs haben mich Monate gekostet, und der einzige, den ihr mögt, ist der, der mir einfach so eingefallen ist.“ Ich glaube, da ist etwas dran, denn als Produzent und Songwriter habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die schlechtesten Entscheidungen die sind, die ich mit dem Kopf treffe, anstatt einfach auf mein Herzen und mein Bauchgefühl zu vertrauen. Ich kann kaum glauben, dass ich einen Song habe, der „Go back to the gym, you fucking assholes“ heißt. Hätte ich Zeit gehabt, darüber nachzudenken, hätte ich den nie geschrieben.
Ken: Ich denke, der Erfolg der Band hat bewiesen, dass diese Formel funktioniert hat. Es ist gut, dass wir diesen Sommer nach Europa gekommen sind und gesehen haben, dass die Songs immer noch bei den Leuten ankommen und wir immer noch eine Verbindung zum Publikum haben. Und wir hatten Spaß auf der Bühne.
Nun, es gibt auch ein paar andere alte Bands, bei denen hat man das Gefühl, die sind in diesem Teufelskreis gefangen: Die touren jedes Jahr, teils mehrfach, und es kommt einem so vor, als hätten sie keine andere Wahl, als immer wieder auf all diesen Festivals zu spielen. Einfach weil sie das Geld brauchen.
Ken: Ich glaube, niemand bei BATTERY hat jemals über Geld gesprochen. Das war immer der unwichtigste Aspekt. Es war nie ein Thema.
Apropos: Habt ihr jemals von Lost And Found Geld bekommen?
Beide: Haha. No!
Brian: Ich muss aber etwas sagen, etwas, das vielleicht kontrovers ist: Die haben wirklich gute Arbeit geleistet und die Platten gut promotet. Sowohl IGNITE als auch BATTERY gaben damals in jeder Stadt, in der wir waren, Interviews. Und ich habe gerne darauf verzichtet, Tantiemen zu bekommen, denn dafür konnten wir im Gegenzug all die Erfahrungen machen, die wir gemacht haben. Ich weiß, dass es Leute gibt, die das nicht cool finden, aber so empfinde ich das.
Ken: Sehe ich genauso. Die Bezahlung waren die unglaublichen Erfahrungen, die wir gemacht haben. Diese Touren waren unglaublich. So viele Kids haben unsere Musik gehört, die sie sonst nie gehört hätten! Wir waren damals ja keine richtige Band, wir lebten alle in verschiedenen Städten. Wir landeten am Morgen der ersten Show in der Stadt, in der wir spielten. Es war total verrückt, aber es hat funktioniert. Und Lost And Found waren eine große Hilfe, denn wenn man etwas erschafft, das niemand sieht oder hört, was bringt es dann?
Brian: Dennoch: Ich finde es nicht gut, dass sie die Sachen gebootlegt haben, dass sie keine Tantiemen gezahlt haben. aber ich würde die Erfahrungen, die ich dadurch gemacht habe, niemals eintauschen wollen. Aber wie schon gesagt, es kommen jetzt so viele Kids zu diesen Konzerten ... ach, was sage ich da, es sind erwachsene Männer mittleren Alters, die sagen: „BATTERY waren die Band, die mich zum Hardcore gebracht hat.“ Oder: „BATTERY, das war die erste Show, die ich gesehen habe.“ Wir haben in jedem kleinen Jugendzentrum gespielt, wir haben fast drei Monate getourt, ohne Off-Day.
Ken: An einem Tag haben wir sogar in Arnheim und in Groningen gespielt. Wir haben in besetzten Häusern gespielt, wir haben in den schlimmsten Punkclubs gespielt, es hat uns nie interessiert, wie es da aussah. Hauptsache, es war jemand da, der uns sehen wollte. Ich glaube, es wird einfacher, wenn der Konzertraum tatsächlich voll ist, aber es waren auch mal nur 20 oder 50 Leute und wir hatten dann das Gefühl, dass wir mehr als sonst geben mussten, weil der Raum so leer war. Wie konnten wir diesen 20 Leuten in diesem leeren Raum eine unvergessliche Show bieten? Also spielten wir doppelt so lange.
Brian: So war das jetzt auch wieder. Wir haben in Herford gespielt, und Ken kam backstage und meinte: „Es sind nicht so viele Leute da, wir müssen ihnen eine gute Show bieten.“ Und ich sagte: „Okay, klar.“ Und dann haben wir einfach angefangen und es war ein großartiger Auftritt, wir haben so viel Spaß gehabt. Ich habe mich so gefühlt, als hätte ich etwas erreicht. Das erste BATTERY-Konzert in Deutschland war damals in Chemnitz und es waren Hunderte Leute da, MIOZÄN haben mit uns gespielt. Am zweiten Abend waren wir in Dresden – und es waren zwei Leute da, Hoffi und Burkhard von Green Hell, mit denen wir bis heute in Kontakt stehen. In Stuttgart sagte der Veranstalter, es würden wohl nicht viele Leute kommen, und ich sagte zu ihm: „Bei unserer ersten Show in Deutschland waren 800 Leute da. Bei der zweiten waren es zwei, aber diese beiden sind bis heute unsere Freunde. Welches Konzert war wichtiger?“ Man muss sich entscheiden, warum man etwas macht. Ist man in einer Band, weil man gerne Musik macht? Es ist eine Mischung aus allem, denke ich. Als BE WELL diese Tour mit HOT WATER MUSIC und BOYSETSFIRE in all diesen großen Hallen gemacht haben, gab es jeden Abend denselben Ablauf. Immer die gleiche Absperrung, dasselbe Mischpult und irgendwann verschwimmt alles. Es war toll, aber nicht so toll wie jetzt, wo wir hier an einem Strand mit diesem verrückten Aufblasfiguren spielen. Oder gerade in Bochum, wo es so voll war, dass man nicht mal mehr die Bühne gesehen hat.
Bis vor kurzem waren eure alten Aufnahmen weder per Streaming noch physisch zu bekommen ...
Ken: Unser Problem war, dass wir nie besonders organisiert waren. Wir waren nicht so organisiert wie die Vollzeitbands, weil wir nie eine Vollzeitband waren. Unsere Sachen kamen auf Labels wie Lost And Found oder Conversion raus, die nicht mehr existieren. Die haben gute Arbeit geleistet, als es sie noch gab, und als diese Leute da keine Lust mehr hatten, haben sie einfach aufgehört. Das war alles vor der digitalen Ära, vor dem Download-Zeitalter. Erst seit diesem Jahr, 2025, sind endlich alle Songs per Streaming verfügbar, und Equal Vision hat „Until The End“ wiederveröffentlicht. Die wurde davor für 250 Dollar auf eBay verkauft.
Brian: Ich bin so froh, dass wir diesmal schon vom Streaming profitieren konnten, denn das erste Konzert der zweiten Hälfte der Tour haben wir in Göteborg in Schweden gespielt. Wir haben einen Song namens „Why is she in pain“ über Essstörungen und den schrecklichen Druck, unter dem Frauen in dieser Welt stehen. Wir spielten den Song und plötzlich sprang eine 16-Jährige auf die Bühne, schnappte sich ein Mikrofon und sang den ganzen Song mit. Ich war total baff, und hinterher sagte sie zu mir: „Ich habe den Song zufällig auf Spotify gehört und erst nur ein paar Zeilen mitbekommen, dann habe ich ihn mir noch mal angehört. Ich habe noch nie eine Band gekannt, die über so etwas singt.“ Und sie sagte, sie habe das Lied allen ihren Freundinnen vorgespielt, und so kam diese ganze Gruppe junger Mädchen zum Konzert. Das war mit das Beste, das mir je in meinem Leben passiert ist!
Ken: Wir waren in den 1990ern in Schweden ziemlich erfolgreich, aber die Hälfte des Publikums bestand diesmal aus Teenagern, die BATTERY erst seit kurzem hören – weil es per Streaming verfügbar ist.
Es ist also nicht alles schlecht an Spotify.
Brian: Spotify ist wie Lost And Found damals: Man wird nie bezahlt, aber dafür kennt jeder deine Musik.
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Diskografie
„Demo“ (MC, Self-Release, 1990) • „s/t“ (7“, Deadlock, 1991) • „We Won’t Fall“ (MCD, Lost And Found, 1993) • „Only The Diehard Remain“ (LP/CD, Lost And Found, 1994)
„s/t“ (Split-7“ w/ IGNITE, Lost And Found, 1994) • „Until The End“ (LP/CD/MC, Conversion, 1996) • „Whatever It Takes ...“ (LP/CD, Revelation, 1998) • „Final Fury: 1990-1997“ (CD, Comp, Soulforce, 2002) • „For The Rejected By The Rejected“ (CD, Comp, Revelation, 2017)
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #183 Dezember 2025/Januar 2026 2025 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #47 Juni/Juli/August 2002 und David Häussinger
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #23 II 1996 und Joachim Hiller
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #31 II 1998 und David Häussinger