BORN OF OSIRIS

Foto© by Sumerian Records

Durch die Schatten

BORN OF OSIRIS stehen seit Jahren für einen modernen und progressiven Metalcore-Sound, den sie nun auch auf „Through Shadows“ wieder präsentieren. Schlagzeuger Cameron Losch ist Gründungsmitglied und eine kreative Kraft in der Band, die zuletzt vor allem durch Gerüchte um den ehemaligen Gitarristen Lee McKinney aufgefallen ist, der die Band kürzlich verließ. Im Interview spricht Losch aber lieber über das neue Album.

Nach wie vor veröffentlichen die 2003 in einem Vorort von Chicago gegründeten BORN OF OSIRIS fleißig neue Musik: „Wir schreiben permanent und schicken uns neue Ideen hin und her. Ich denke, man kann sagen, dass wir uns damit gegenseitig motivieren.“ Das it es, was laut Cameron den hohen Output der Band begründet. Mit Blick auf die Diskografie verorten viele den Höhepunkt zwischen 2010 und 2013, als Bands wie VEIL OF MAYA und AFTER THE BURIAL neben BORN OF OSIRIS den Terminus „Sumeriancore“ prägten und das Genre Progressive Metalcore aufleben ließen. Cameron selbst sieht „Tomorrow We Die Alive“ von 2013 als einen der drei stärksten Releases der Band, die mit „The Discovery“ 2011 einen weiteren Fanfavoriten veröffentlichte, tut sich mit der Frage nach den besten Alben seiner Band jedoch schwer. „Natürlich setzen wir ‚Through Shadows‘ auf die Eins. Es ist frisch und hat einen reifen Sound. Nummer zwei wäre ‚The New Reign‘, weil es ein absoluter Klassiker ist und das Album, mit dem alles losging. Die Songs haben immer noch Relevanz und wir spielen bis heute viele davon live. ‚Tomorrow We Die Alive‘ wäre Nummer drei, weil es wahrscheinlich unser bekanntestes Werk ist.“

Ähnlich wie bisherige Alben ist „Through Shadows“ auf bewährte Art und Weise entstanden, wie Losch erzählt. „Wir haben alle Heimstudios und basteln in der Regel selbst an den Songs, bevor wie sie in den Band-Gruppenchat schicken, um nach konstruktivem Input zu fragen.“ Daraus wird am Ende eventuell ein finales Produkt, wobei sich das neue Album vor allem einer Thematik widmet: dem Überwinden von Problemen und inneren Kämpfen. Folglich ist der Titeltrack auch wortwörtlich zu nehmen ist und bedeutet Cameron am meisten. Trotz des kürzlichen Wegfalls ihres Gitarristen und des Ausscheidens eines weiteren langjährigen Mitglieds, dem Sänger und Keyboarder Joe Buras im Jahr 2024, ist die Reise von BORN OF OSIRIS längst nicht vorbei. Das Album ist bloß ein weiteres Puzzleteil in der Geschichte der Band, wie Cameron anfügt. „Wir hoffen, dass jeder das neue Album so sehr mögen wird, wie wir es tun. Die meisten Singles sind schon seit einer Weile draußen, aber der Rest des Albums ist genauso gut. Wir freuen uns darauf zu erfahren, welche Songs unsere Fans am besten finden, und arbeiten an weiteren Dingen für 2026. Wir machen alles andere als runterzufahren.“

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