EKTOMORF

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On tour

Die Ungarn um Sänger Zoli Farkas kommen mit ihrem neuen Album „Heretic“ im Gepäck auf Tour, und weil jemand, der schon seit so langer Zeit in der Szene aktiv ist, bestimmt die eine oder andere Erfahrung zum Thema gemacht hat, fragen wir ihn doch einfach mal, was das Touren für ihn so bedeutet.

Was war der unvergesslichste Moment deiner Tournee-Karriere als Musiker?

Ehrlich gesagt war jede Tour in meiner Karriere auf ihre Weise etwas Besonderes. Ich mache das jetzt seit 32 Jahren und bin immer noch gerne unterwegs, immer noch hungrig, immer noch aufgeregt vor den Gigs. Das allein bedeutet mir schon sehr viel. Aber wenn ich etwas aus der jüngeren Vergangenheit herausgreifen muss, dann war die Tour mit FIVE FINGER DEATH PUNCH definitiv eines dieser Ereignisse, die man nie vergisst. Abend für Abend vor so vielen Menschen in Stadien zu spielen ... das war wie ein Traum, der wahr geworden ist. Auf diesen Bühnen zu stehen und zu realisieren, dass das nach all den Jahren immer noch passiert, hat mich emotional sehr berührt.

Was war das beste und was das schlechteste Essen, das du jemals auf Tour gegessen hast?
Das beste Essen bekommt man meistens dann, wenn man es nicht erwartet. Einige kleine Lokale, einige lokale Restaurants, mit Herz zubereitet – diese Momente bleiben einem in Erinnerung. Das schlechteste ... Das werde ich nie vergessen. Ich weiß nicht einmal mehr genau, wo das war, irgendwo auf einer Europatournee. Wir waren in einem Club und bekamen Hühnchen serviert. Das Ergebnis war eine Lebensmittelvergiftung bei der gesamten Band, der Crew und sogar den Vorgruppen. Es war schrecklich. Erbrechen, Durchfall, drei Tage lang fühlte man sich völlig fertig. Aber wir haben trotzdem jede einzelne Show gespielt. Keine Ausreden. So ist das auf Tour.

Was magst du nach so vielen Jahren auf Tour daran am meisten und was am wenigsten?
Am meisten mag ich alles rund um die Shows. Die Aufregung vor Beginn einer Tour. Die Proben. Das Reisen. Und natürlich die Konzerte selbst, das ist das Wichtigste. In letzter Zeit liebe ich es besonders, komplett von der normalen Realität abgeschnitten zu sein. Man weiß nicht, welcher Tag gerade ist. Man wacht an einem neuen Ort auf, macht einen Soundcheck, spielt eine Show, schläft, wiederholt das Ganze. Diese Art von Leben setzt deinen Kopf auf seltsame, aber gute Weise zurück.

Was magst du am wenigsten?
Wahrscheinlich die körperliche Belastung. Touren ist nicht einfach, besonders nach so vielen Jahren. Aber sobald man die Bühne betritt, ist alles vergessen.

Was ist eine Sache oder ein Gadget, das du auf jede Tour mitnimmst und das dir wirklich das Leben rettet?
Es gibt ein paar Dinge, ohne die ich nie auf Tour gehe. Erstens Kalzium für meine Stimme. Jeden Morgen und jeden Abend, ohne Ausnahme. Zweitens Antibiotika. Wenn etwas Schlimmes passiert, muss man vorbereitet sein. Auf Tour kann man nicht einfach ausfallen, weil man sich krank fühlt. Das klingt vielleicht nicht sehr rockig, aber diese Dinge halten die Maschine am Laufen.

Was war das unglaublichste Publikum, das du je erlebt hast?
Auf der FIVE FINGER DEATH PUNCH-Tour war die Show in Estland absolut verrückt. Die ganze Arena sprang vom ersten bis zum letzten Song. Diese Art von Energie trifft dich direkt ins Herz und bleibt dir lange im Gedächtnis.

Was hoffst du, das die Leute nach einer Show mit nach Hause nehmen, nachdem sie EKTOMORF live gesehen haben?
Ich möchte nicht, dass sie etwas Materielles mitnehmen. Ich hoffe, dass sie glücklich, erschöpft und voller Begeisterung heimgehen. Als hätten sie einen Schuss purer Energie direkt in ihre Adern bekommen. Und wenn sie am nächsten Tag aufwachen, spüren sie es immer noch und denken: Ich muss diese Band wiedersehen! Das ist für mich als Musiker das beste Gefühl.

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