MINUS YOUTH

Foto© by Cem Tibor

Mandolinencore

Letztes Jahr habe ich MINUS YOUTH auf einem Festival gesehen und spätestens als in einem Breakdown die Mandoline ausgepackt wurde, hatten mich die Stuttgarter auf ihrer Seite. Sänger Denis und Gitarrist Lukas erklären hier, wie es dazu kam. Das ganze Interview gibt es im FUZEcast!

Wie kommt man dazu, eine Mandoline in Hardcore-Songs einzubauen, und ist es schwierig, einen Part dafür zu schreiben?

Denis: Ich glaube, da muss ich noch ein bisschen ausholen, weil dieses ganze Album ist total vollgepackt mit ehrlichen persönlichen Erlebnissen, die uns total beschäftigen und ganz viele Personen einzeln ausmachen. Und dann war auch ich an der Reihe und ich bin bin eben Kroate. Also bin ich mit Mandolinenmusik aufgewachsen. Das sind so Sachen, die habe ich in meinem Leben immer gehört, das ist so komplett in mir drin. Und ich dachte mir, jetzt wäre es doch an der Zeit, so ein bisschen meine Persönlichkeit auch mal in einen Song zu packen. Da habe ich tatsächlich Mandoline spielen gelernt für diesen Song. Und es war echt nicht einfach.
Lukas: Deswegen auch fetten Shout-out an Roland, der uns in den Hard-Drive Studios aufgenommen hat. Er hat nämlich dran geglaubt und daran rumgefeilt.
Denis: Der hat uns richtig geholfen, dass ich dieses Ding nicht wieder direkt weglege, sondern wir den Song machen. Das war die absolut richtige Entscheidung. Die meisten, die im Entstehungsprozess dabei waren, fanden es auch direkt gut, aber nicht alle. Als wir im Studio waren, fand ich das am Anfang einfach richtig furchtbar. Lustigerweise habe ich dann noch mal so eine Ebene obendrauf gelegt, weil der Text kam ja dann relativ zum Schluss und der baut dann noch mal auf all den Banderfahrungen auf, die wir so hatten, und den Moment, in dem ich gedacht habe, wird das mit dieser Band irgendwie noch was?

Dass du mit solcher Musik aufgewachsen bist, macht das Ganze aber auch authentisch. Aber heißt das, du konntest vorher überhaupt nicht Mandoline spielen?
Denis: Eine Mandoline, die funktioniert ganz anders, ich würde nicht sagen, es ist einfach nur eine kleine Gitarre, das stimmt nicht, weil sie wirklich auch so sehr viele andere schwierige Details hat. Vor allem: Wie stramm können Seiten eigentlich sein? Und die doppelten Saiten, furchtbar. Das habe ich nicht gedacht am Anfang. Ich hatte auf jeden Fall deutlich mehr Blasen, als ich erwartet hatte, an den Fingern.

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