OLD MAPS

Foto© by Band

Neue Band, alte Gesichter

Bestehend aus Mitgliedern bekannter Bands wie TRAGIC VISION, COLOURFUL GREY und THE WATER SAFETY, veröffentlichen die Frankfurter dieser Tage eine wundervolle EP, die einen mitnimmt auf eine Zeitreise zurück in die frühen 2000er. Ein gelungener Mix aus LEMONHEADS und SAMIAM mit einer Prise HOT WATER MUSIC und PALE. Weitaus mehr als ein Sandkorn am Strand. OLD MAPS bestechen durch spannende Melodien und eine Authentizität, die gespeist wird aus Lebensumständen und langjähriger Erfahrung in diversen Bands. Wir unterhalten uns mit Philipp, Gitarrist und Sänger des Trios.

Ihr seid bereits seit Jahrzehnten musikalisch unterwegs, in unterschiedlichen Kombinationen, aber doch immer eng verbunden. Wie kam es zur Gründung von OLD MAPS?

Es war im Endeffekt die alte und ganz klassische Geschichte, man kennt sich, spielt irgendwo zusammen und mag sich. Man läuft sich immer mal wieder über den Weg, aber nie ist der richtige Zeitpunkt, ein gemeinsames Projekt zu starten. Jeder ist mittlerweile an einem Punkt im Leben angekommen an dem eine Band nicht mehr die höchste Priorität haben kann. Nach der Auflösung unserer alten Bands und ein paar anderen Projekten haben wir auch eine ganze Weile mal gar nichts Konkretes gemacht, geschweige denn geplant. Aber wir haben uns eben auch nie aus den Augen verloren. Und dann passiert es doch irgendwie und geht ganz schnell. Man trifft sich auf einem Konzert oder auf einem Geburtstag eines gemeinsamen Freundes, kommt ins Quatschen und man stellt sofort wieder die Gemeinsamkeiten fest. Und zack, Probe verabredet, es hat klick gemacht und plötzlich sind wir eine Band.

Über die Jahre sammelt man jede Menge Einflüsse und bringt diese bewusst oder unbewusst in die eigene Musik mit ein. Welche würdet ihr als die wichtigsten benennen?
Wir sind zu dritt und so bringt jeder seine eigenen Einflüsse mit in die Band und wir schaffen uns unsere eigene Schnittmenge, ich denke, wir müssen dies auch nicht verstecken und man hört Bands wie LEMONHEADS oder SAMIAM sehr deutlich aus unserer Musik heraus. Außerdem zu nennen wären noch SONIC YOUTH oder HOT WATER MUSIC. Wir sind ja in unterschiedlichen Kombinationen bereits etwas länger dabei und dadurch wird so ein Mix auch deutlich umfangreicher und komplexer. Das Schöne ist, dass wir völlig druckbefreit an unsere Musik gehen können und eben alles erlaubt ist.

Nun erschien gerade eure erste EP „You Might Be Young But We Know The Chords“. Wie sieht die Zukunft von OLD MAPS aus?
Nichts erwarten, alles mitnehmen! Wir wollen in erster Linie Musik machen, wenn man diese auch mit ein paar Leuten teilen kann, dann ist das an sich schon großartig. Wir werden erst mal drei Release-Shows in Frankfurt, Gießen und Kusel spielen und dann schauen wir mal weiter. Das Gute daran ist, dass wir nach eigenem Zeitplan handeln. So haben wir keinen Druck und die Songs brauchen eben so lange zum Entstehen, wie wir es für richtig halten. Wenn es lange dauert, dann ist das auch vollkommen okay. Wir freuen uns auf alles, was da vor uns liegt, und vielleicht schaffen wir es ja sogar als Nächsten ein komplettes Album zu schreiben.

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