SIGNS OF THE SWARM

Foto© by Alberto Villalobos

Das alles haben wir gemacht!

Auf „To Rid Myself Of Truth“, ihrer sechsten Platte, hauen die US-Lärmer wieder ordentlich auf den Putz. Warum die Scheibe für ihn etwas ganz Besonderes ist und was das Leben auf Tour damit zu tun hat, verrät uns Drummer Bobby Crow.

Was war die größte Herausforderung, die ihr im Entstehungsprozess der Platte bewältigen musstet?

Ich glaube, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass der schwierigste Teil des Schreibens für uns einfach darin besteht, die nötige Zeit dafür zu finden. Wir sind gefühlt dauerhaft auf Tour, und wenn es soweit ist, müssen wir uns wirklich zusammenreißen, um als Gruppe zusammenzukommen und konstruktiv an den Ideen zu arbeiten. Außerdem ist es im Studio mit einem Zeitlimit schwierig, Songs noch einmal entscheidend zu verändern. Weil du ja schon mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Endprodukt reingegangen bist. Wir versuchen daher einfach, uns gegenseitig komplett zu vertrauen und als Einheit zu arbeiten. Das funktioniert allerdings hervorragend.

Was war der schönste Moment, den ihr beim Schrei­ben der Platte erlebt habt?
Es ist schwierig, einen konkreten Moment zu benennen. Aber das beste Gefühl hatten wir auf jeden Fall, als wir am Ende alle zusammensaßen und die Platte von vorne bis hinten durchgehört haben und endlich alle Songs ineinandergeflossen sind. Wir haben uns angeschaut und gesagt: „Heilige Scheiße, das alles haben wir gemacht!“ Da haben wir begriffen, dass sich Monate und Jahre harter Arbeit endlich ausgezahlt haben. Ach ja, und der Moment, als uns Phil Bozeman von WHITECHAPEL­ seinen Gastpart für den Song „Iron sacrament“ zugeschickt hat, da waren wir auch ziemlich aus dem Häuschen!

Beschreibe eure neue Platte doch einmal in drei Worten, falls möglich!
Sicherlich nicht entspannt. Haha ...

Was ist dein Lieblingssong auf „To Rid Myself Of Truth“?
„Chariot“ hat definitiv schon jetzt einen besonderen Platz in meinem Herzen, weil er stark von unserem permanenten Leben auf Tour beeinflusst ist. Unser Frontmann David wollte darüber unbedingt einen Song schreiben, da wir so viel Zeit auf Tournee verbringen. Und ich glaube zwar, dass „Forcing to forget“ so manche Leute vielleicht ein bisschen vor den Kopf stößt, aber es ist ein Song, den wir vor ein paar Jahren angefangen haben zu schreiben und von dem ich nie dachte, dass er es mal auf eine Platte schaffen würde. Aber ich bin immer wieder auf ihn zurückgekommen, weil er einfach etwas Besonderes an sich hatte, und ich hoffe, das kommt auch bei den Menschen da draußen an. Und natürlich „Iron sacrament“, weil es einfach verdammt geil ist, dass wir endlich Philly Bo für einen Track bekommen haben. WHITECHAPEL waren immer ein großer Einfluss für uns. Tut mir leid, das waren jetzt drei ...

Welcher Song der Platte wird sich künftig auf jeden Fall auf eurer Setlist wiederfinden?
Wir haben als Erstes „HELLMUSTFEARME“ rausgebracht und ich denke, der wird noch eine ganze Weile in unserem Repertoire bleiben. Wir haben ihn für die Bühne geschrieben und waren alle verdammt gespannt darauf, ihn vor Publikum zu spielen. Ich freue mich auch sehr darauf, den Leuten den Titeltrack um die Ohren zu hauen, er ist einfach von vorne bis hinten brutal.

Welcher Song der Scheibe wird wahrscheinlich nie live zu hören sein?
Das ist echt schwer zu sagen! Wir versuchen wirklich, so ziemlich jeden Song irgendwann einmal live zu spielen. Aber du weißt nie, was die Leute anspricht, wenn ein Album erst einmal draußen ist. Also sage ich einfach, hoffentlich keiner von ihnen, haha.

Was schätzt du selbst am meisten an eurem neuen Album?
Ich genieße es immer noch sehr, „To Rid Myself Of Truth“ von vorne bis hinten zu hören. Es ist in meinen Augen mehr als nur ein Haufen aneinandergereihter Singles. Jeder Titel beinhaltet eine gewisse Vision, die über den Track selbst hinausgeht. Ich bin außerdem sehr stolz und dankbar dafür, dass meine Bandkollegen bereit sind, neue Dinge auszuprobieren, und nicht zweimal dieselbe Platte machen wollen – wir alle möchten als Menschen und Musiker wachsen. Dave hat auf diesem Album diverse sehr kraftvolle und persönliche Aussagen gemacht, unser Bassist Mike zeigte sein großes Talent für Wortspiele und diese Liebe zum Detail. Unser Gitarrist Carl schließlich bringt mich dazu, über gewisse Parts auf eine Weise nachzudenken, die ich sonst nie in Betracht gezogen hätte. Abgesehen davon, ist er natürlich ein wahnsinnig guter und tighter Gitarrist.

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