SLIME: Jörg Umbreit

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Principal Studios

Jörg, wie kam der Kontakt zu SLIME zustande und wie war die Zusammenarbeit mit SLIME – und wie bist du die angegangen?
Der Kontakt zu SLIME kam durch Gunnar von DRITTE WAHL zustande, der Alex als Drummer empfohlen hatte. Mit Gunnar und Pat von FIDDLER’S GREEN haben wir damals das Projekt UNIVERSUM 25 angefangen und haben dafür noch Mitstreiter gesucht. Alex kannte ich bis dahin gar nicht und auch die Band SLIME nur vom Namen her. So kam es dann, dass nach Fertigstellung des UNIVERSUM 25-Albums Alex mich fragte, ob ich nicht Lust hätte das nächste SLIME-Album „Zwei“ zu mischen und da habe ich natürlich gesagt: Klar, warum nicht ? Der Mix kam wohl ganz gut an und wie es dann halt immer so geht, wurde ich bald auch gefragt ob ich nicht Lust hätte die nächste Platte zu produzieren. Mir war schon bei der „Zwei“ aufgefallen, dass die Performance sehr energiegeladen war und die Texte alle sehr auf den Punkt waren. Das war schon außergewöhnlich, würde ich sagen, und deshalb war ich auch sehr gespannt, wie die Zusammenarbeit mit den anderen Bandmitgliedern laufen würde.

Wie hast du „ermittelt“, was die Band von dir braucht?
Wenn man so eine Produktion mit einer „neuen“ Band macht, muss man natürlich erst mal rausfinden wie die alle so ticken. Es stellte sich aber schnell heraus, dass das extrem angenehme Typen sind, die allesamt total engagiert sind, sowohl musikalisch wie auch politisch. Bands mit so einer langen Historie haben ja sonst immer mal wieder Vorbehalte was etwa neue Techniken bei der Aufnahme oder die Benutzung digitaler PlugIns, etc. angeht. Es zeigte sich aber sehr schnell, dass das doch alles ziemlich gut zusammen läuft und alle sehr offen für neue Abenteuer waren. Vor allen Dingen muss ich sagen, dass die fünf einfach ein mega geile Band sind, vor allem was das Zusammenspiel und die Energie angeht. Und der Tex haut Lyrics raus als gäbe es kein Morgen – und nichts davon ist platt oder käsig, sondern immer richtig gut! So genug geschleimt, ist aber so!

Und in welcher Art und welchem Umfang hast du dich in Aufnahme, Produktion und Mix eingebracht?
Bei einigen Sachen, was etwa die Refrains und Songstrukturen angeht, musste man hier und da vielleicht noch mal was aus Produzentensicht umgestalten, aber ich muss sagen, die Zusammenarbeit war ziemlich geschmeidig und auch menschlich echt top. Also ich kann wirklich nichts schlechtes sagen – bis jetzt zumindest, haha. Als Produzent sehe ich meine Aufgabe eigentlich immer darin, neue Impulse und bestenfalls frische Ideen in die Band zu bringen und auch mal etwas ein wenig abseits des sonst üblichen Punk-Schemas zu wage, vom Songwriting bis hin zum Mix. Bei der einen oder anderen Nummer ist uns das, glaube ich, auch ganz gut gelungen.

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