© by Out Of Line RecordsBereits im Mai erschien mit „Either Way, The Sun’s Exploding“ das zweite Album von TRUE NORTH. Mit Drummer Michael sprechen wir über das neue Album und er korrigiert eine unserer Falschannahmen über die Band aus Los Angeles.
Seit eurem Debütalbum sind drei Jahre vergangen. Wie seid ihr mit all der Erfahrung, die ihr seitdem gesammelt habt, an das neue Album herangegangen?
Bei diesem Album war es unser Hauptanliegen, die bestmöglichen Refrains zu schreiben und gleichzeitig unseren Sound weiter zu entwickeln, sozusagen. Während „Out Loud“ für uns super aufregend war, weil es unser Debütalbum war, wollten wir uns dieses Mal wirklich selbst übertreffen und unser Songwriting auf ein neues Level bringen.
Auf dem letzten Album waren Kellin Quinn und Aaron Gillespie zu Gast – diesmal gibt es keine Gastbeiträge, so wie ich das gesehen habe. War das eine bewusste Entscheidung?
Nun, eigentlich gibt es doch ein paar Gäste auf dem Album! „Those were the days“ enthält Gesang von Bradley von EMAROSA und bei „Solid ground“ gibt es Screams von Andy von POINT NORTH. Wir haben sogar Gesang von unserem Kumpel Scro, der über das ganze Album verteilt ist. Vielleicht sind sie dieses Mal nur etwas mehr untergegangen, haha!
Wenn ich das richtig verstanden habe, habt ihr das Album auch selbst produziert – ist das auch etwas, das ihr lieber macht, als jemanden von außerhalb der Band euer Album produzieren zu lassen? Was sind die Vor- und Nachteile, wenn man selbst produziert?
Wie alle unsere bisherigen Alben wurde auch dieses von unserem Gitarristen Joel produziert. Er ist ein unglaublicher Produzent, der auch hauptberuflich Musik für andere Künstler schreibt und produziert, daher ist es ein großer Vorteil, jemanden mit solchen Fähigkeiten in der Band zu haben. Das hilft uns nicht nur, Geld zu sparen, sondern gibt uns auch mehr Zeit für den Songwriting-Prozess und stellt sicher, dass wir bei unseren Songs keine Abstriche machen müssen. Wir möchten zwar weiterhin selbst produzieren, sind aber auch offen für die Zusammenarbeit mit anderen Produzenten. Es kann von Vorteil sein, eine neue Perspektive von jemandem zu bekommen, dem man vertraut. Deshalb haben wir auch unsere Freunde Sam Guaiana für den Mix des neuen Albums und Kris Crummett für das Mastering hinzugezogen. Joel hat unser Debütalbum selbst gemischt und gemastert – und obwohl er großartige Arbeit geleistet hat, denke ich, dass dieses Album davon profitiert hat, dass er sich mehr auf das Schreiben und Produzieren konzentrieren konnte, anstatt fast alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Plattenproduktion zu übernehmen.
„Either Way, The Sun’s Exploding“ – ich finde, das klingt ein bisschen nihilistisch. Ist das für euch die Bedeutung des Albumtitels? Könnt ihr uns eure Interpretation dazu geben?
Er entstand aus einem Insiderwitz innerhalb der Band, wenn wir uns über irgendwelche Kleinigkeiten aufgeregt haben. Eine Zeit lang war es fast so etwas wie ein Mantra, und ehrlich gesagt ist es viel weniger nihilistisch, als es klingt, haha. Wir sehen es so: Die Welt wird irgendwann untergehen und unsere Zeit ist begrenzt, also macht es keinen Sinn, sich von Kleinigkeiten beeinflussen zu lassen. Das Leben ist kurz, genießt es. Das ist so ziemlich die Botschaft.
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