Vor 20 Jahren

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Ox-Fanzine #57

Was haben wir eigentlich vor ... zwanzig Jahren gemacht? Ein Blick zurück. Übrigens: In unserem PDF-Shop gibt’s alle Ox-Ausgaben als Download. Und unter „Backissues“ auf der Website eine chronologische Auflistung aller Ausgaben inklusive Inhaltsangabe.

Auf dem Cover von Ox-Ausgabe IV/2004 vom November 2004 findet sich eine Zeichnung von Andreas Michalke, die Mike Ness von SOCIAL DISTORTION als angehimmelte Ikone auf einem Podest zeigt. Einerseits Huldigung, andererseits auch mit einem ironischen Unterton. Anno 2024 warten wir indes weiter auf ein neues Album und die Einleitung von damals könnten wir 1:1 übernehmen: „Acht Jahre seit der letzten Platte ...“. Schon beim Blick auf die anderen Bands des Covers habe ich so eine Art Déjà-vu-Erlebnis: Jello Biafra, BAMBIX, HOT WATER MUSIC, GREEN DAY, Lars Frederiksen ... puh, Punkrock ist schon eine ganz schöne Traditionsveranstaltung geworden, aber egal, was will man machen? Zig neue Bands sind seitdem dazugekommen, und freuen wir uns einfach, dass HWM oder Wick Bambix immer noch coole Platten machen. Neben den Interviews schaue ich mir in alten Heften immer auch die Anzeigen an: Wieviele Labels und Mailorder es damals gab! Manche sind noch aktiv, andere längst vergessen und abgewickelt. Schön, dass Tante Guerilla und Flight 13 noch dabei sind, aber was wurde aus Thick Records? Aus Kung Fu? Aus Burning Heart? Aus Defiance? Aus GoKart? Aus Vagrant? Aus Bitzcore? Moment ... gestern schrieb mir Jürgen, dass es wieder los geht mit dem Hamburger Label. Spannend, wer damals noch für Interviews zur Verfügung stand, heute aber unerreichbar ist, Gibby Haynes von den BUTTHOLE SURFERS etwa. Und die Fotos! Von den jungen SCHROTTGRENZE! Vom jungen Maurice von DIE TÜREN. Oder das Interview mit Oise und Stefan von LA PAR FORCE und Dancing In The Dark Records, woraus End Hits Records wurde. Interviewt von Alex von Streit, heute einer der Macher von Krautreporter. Ja, einen guten Teil der Interviews haben wir im Online-Textarchiv, aber ich finde ja, das echte Heft durchzublättern, auch als PDF, ist ein ganz anderes Ding. Ab in den Zeittunnel!

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