Vor 20 Jahren

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Ox-Fanzine #63

Was haben wir eigentlich vor ... 20 Jahren gemacht? Ein Blick zurück. Übrigens: In unserem PDF-Shop gibt’s alle Ox-Ausgaben als Download. Und unter „Backissues“ auf der Website eine chronologische Auflistung aller Ausgaben inklusive Inhaltsangabe.

Hach, THE BRIEFS! Sie waren ja wirklich everybody’s darling damals, also mussten sie aufs Cover des Ox. Während wir heute die Fotos eher „clean“ halten, durfte es damals, im Dezember 2005, schön bunt sein. Auch noch im Heft waren MINISTRY, THE RUTS, GLUECIFER (Ha! Ist schon wieder Murmeltiertag?!?), BORN FROM PAIN (dito!), GOGOL BORDELLO, NO USE FOR A NAME, JR EWING, Alexander Hacke, Walter Schreifels, THE MURDER JUNKIES (ohne GG), BLACK HALOS, PROPAGANDHI, THE SUICIDE MACHINES, MINUS THE BEAR, GEISTERFAHRER, EVERY TIME I DIE, MURPHY’S LAW ... und viele Jahre vor dem Boom gab es ein mehrseitiges Special zum Thema Vinyl. Der große Hype war da noch in weiter Ferne.

Und wir hatten einen Artikel über den Dokumentarfilm „Jerichos Echo“ im Heft, der sich mit Punk in Israel beschäftigt. Aus der Einleitung von vor 20 Jahren: „Ein Thema, das wie kein zweites die deutsche Linke in unversöhnliche Lager spaltet, ist der nie zu enden scheinende Nahost-Konflikt. Im Zuge dieser Debatte wird je nach Standpunkt der argumentative Scheinwerfer immer direkt auf eine Facette des Konfliktes gehalten, sei es auf die Verbrechen der israelischen Armee in den Palästinenser-Gebieten oder der Fanatismus der palästinensischen Fundamentalisten und ihre Verneinung des Existenzrechtes Israels.“ Noch Fragen ...? Auch im Heft: ein Interview mit Ole und Jörg von Rote Gourmet Fraktion. Und natürlich Klaus N. Fricks endlose(!) Punk-Saga über Peter Pank, damals noch in Avignon unterwegs im Jahr 1986.

Bei den Anzeigen fällt mir eine für GOOD CLEAN FUN auf ... was ist eigentlich aus denen geworden? Bei den Fanzinereviews einmal mehr der wehmütige Blick zurück: so viele Hefte ... und heute? Nur noch ein Bruchteil davon ... Ich polemisiere: Social Media ist schuld! Alle füttern Zuckerberg, statt DIY was auf die Reihe zu kriegen! Und ein heute totes Medium war damals noch sehr präsent: die Musik- und Konzert-DVD. Hier im Musikzimmer oben auf dem Schrank lebt sie noch ... im Staub. Unsere Top Ten-Alben der Ausgabe? Unter anderem ADOLESCENTS, Alec Empire, COOL JERKS, CRIMES, KING OF NUTHIN’, MARTYRDÖD und TREND waren dabei. Und THE BRIEFS, unsere klaren Soundcheckgewinner.Joachim Hiller

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