Vor 20 Jahren

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Ox-Fanzine #58

Was haben wir eigentlich vor ... 20 Jahren gemacht? Ein Blick zurück. Übrigens: In unserem PDF-Shop gibt’s alle Ox-Ausgaben als Download. Und unter „Backissues“ auf der Website eine chronologische Auflistung aller Ausgaben inklusive Inhaltsangabe.

Das Cover von Ox-Ausgabe I/2005 für Februar/März 2005 (Hurra, seit 2005 erscheint das Ox zwei- und nicht mehr dreimonatlich!) haben wir in Look und Farbgebung des „Never Mind The Bollocks ...“-Albums der SEX PISTOLS layoutet, dazu der Satz „Never Mind The Truth, Here’s The Story Of Punk According To Malcolm McLaren“. Im Heft (und auf unserer Website) fand (findet) sich entsprechend ein auch heute noch höchst lesenswertes Interview mit dem legendären Manager (manche sagen: Erfinder) der SEX PISTOLS, den ich im September 2004 beim ebenfalls legendären „Punk-Kongress“ in Kassel „abgreifen“ konnte während eines Abendessens in einem italienischen Restaurant, beflügelt durch viel Rotwein. Ebenfalls in Kassel hatte ich kurz zuvor eine der letzten Gelegenheiten genossen, die Solinger Punk-Legende S.Y.P.H. live zu erleben. Auch im Heft: ein Interview mit Peter von Burning Heart Records, damals eines der wichtigsten und aktivsten Labels in Europa, heute längst vergessen. Ebenso erhellend und immer noch lesenswert: unsere Gespräche mit 7 SECONDS (leider reagiert Kevin heute nicht mehr auf Anfragen), DETROIT COBRAS, STEAKKNIFE, STRUNG OUT, OMA HANS, THE DONNAS, THE FALL, Q AND NOT U, HELMET, LE TIGRE, DILLINGER ESCAPE PLAN (ein „Blind Date“), SLAYER, ENDSTAND, DISABILITY, THE OCEAN, J CHURCH ... und wie bei Malcolm McLaren fällt mir bei Lance Hahn von J CHURCH und Mark E Smith von THE FALL auf, wie viele der damals Interviewten schon nicht mehr leben ... Es ist bisweilen eine traurige Angelegenheit, sich durch ein 20 Jahre altes Heft zu blättern und zu sehen, wen wir alles verloren haben – und verblüffend, an anderer Stelle das Gefühl zu haben, direkt mit der Gegenwart connecten zu können (Touranzeige für THE PEACOCKS). Alles in allem ist so ein Wühlen im (digitalen) Altpapier dann aber doch immer eine spannende Sache. Und es gilt: Kannst du dich erinnern, warst du dabei und bist ... alt.

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