© by Errick EasterdayIm Dezember 2025 erscheint die neue EP des als ZERO 9:36 bekannten US-Musikers „They Were Always Here“. Wir sprechen mit ihm über Songs, Kooperationen, Inspirationen und den Moment, in dem er seinen eigenen Sound gefunden hat.
Kannst du uns etwas über die Geschichte hinter dem Titel erzählen?
Dahinter steckt die Idee von etwas, das schon immer existiert hat, auch wenn du es nie wahrgenommen hast. Es war schon immer da. Es ist ein bisschen wie das Konzept von „Sonder“, aber aus der anderen Perspektive betrachtet.
Du hast mal erwähnt, dass du mit Künstlern und Produzenten gearbeitet hast, die dich inspirieren. Kannst du ein paar nennen und erzählen, was dich an ihrer Arbeitsweise fasziniert?
Den Großteil dieses Projekts habe ich mit Jonathan Dolese gemacht, der ein unglaublicher Produzent ist. Einer der talentiertesten Menschen, mit denen ich je zu tun hatte. Wie immer hat auch mein bester Freund NO LOVE FOR THE MIDDLE CHILD mich bei vielen dieser Songs unterstützt. Ich habe außerdem mit Cody von WAGE WAR, Brandon von ATREYU, Witt von CANE HILL, Kellen von MEMPHIS MAY FIRE und Charlie von HOLLYWOOD UNDEAD an der EP gearbeitet. Einige meiner Lieblingsbands, -songwriter und -produzenten. Ich versuche einfach, so oft wie möglich mit meinen Freunden zusammenzuarbeiten – so macht Musik zu schreiben einfach am meisten Spaß.
Du kombinierst seit Jahren Rap-, Rock- und elektronische Elemente – viele Fans sagen, dein Sound sei unverwechselbar. Wann hattest du das Gefühl, wirklich deinen eigenen Stil gefunden zu haben?
Ich habe in den letzten zwei Jahrzehnten Hunderte von Songs geschrieben, aber es fühlt sich so an, als hätte ich meinen ganz eigenen Stil erst 2024 wirklich gefunden. Das klingt verrückt, aber ich denke, mein vorheriges Projekt NONE OF US ARE GETTING OUT war das, mit dem sich mein Sound endgültig gefestigt hat.
Du experimentierst viel mit Genregrenzen – gibt es etwas, das du musikalisch noch nie ausprobiert hast, aber gerne mal würdest?
Mir fällt gerade nichts ein. Sobald mich etwas Unkonventionelles inspiriert, werde ich auf jeden Fall versuchen,
es in einen Song einzubauen – auch wenn es dort eigentlich nicht hingehört.
Welche Tools, Instrumente oder Plug-ins sind momentan deine „geheimen Waffen“ im Studio?
Setze Valhalla direkt auf die Gesangsspur bei 100 % Mix mit den Standardeinstellungen – perfekt für Intros und Outros – und summe dabei Kauderwelsch oder etwas Ähnliches zur Hauptmelodie.
Gibt es ein Zitat oder eine Lebensphilosophie, die dich durch schwierige Zeiten getragen hat?
Nein, aber ich könnte wahrscheinlich eine gebrauchen – falls jemand eine für mich hat.
Wenn du kein Musiker wärst – was würdest du heute machen?
Grafikdesign. Ich entwerfe Merch für viele Bands, wenn ich zu Hause bin und keine Musik mache, oder wenn ich Zeit totschlage, bevor eine Show beginnt. Das ist meine Lieblingsbeschäftigung.
Welchen Song hast du zuletzt gehört?
„Hard times“ von Ethel Cain.
Drei Dinge, die du auf Tour nie vergisst?
AirPods Max, Life Savers.
Morgenmensch oder Nachteule?
Leider bin ich jede Nacht bis vier Uhr morgens wach.
Das erste Konzert, auf dem du warst?
Mit meinem Vater: THE RED JUMPSUIT APPARATUS, mit meinen Freunden: HOLLYWOOD UNDEAD.
Der erste Song, den du je geschrieben hast?
Ich war ungefähr sieben ... keine Ahnung mehr, haha.
Ein Album, das dein Leben verändert hat?
„Iowa“ von SLIPKNOT.
Größte Ablenkung beim Schreiben?
Der Wunsch, mir einen Kaffee zu holen, sobald der, den ich gerade hatte, ausgetrunken ist.
© by Fuze - Ausgabe #115 Dezember 2025 /Januar 2026 2025 und Sandra Monterey
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