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ALMO

Nachher halt irgendwie

Vorsprung durch Technik – kann man das einer Band als Motto anheften, die vor 30 Jahren ihre ersten Homerecording-Aufnahmen gemacht hat, und die nun, geradezu revolutionär, im 25. Jahr des 21. Jahrhunderts auf digitales Aufnahmeequipment und -Effekte zurückgreift? Nun ja, so halb. ALMO sind eins von diesen LoFi-Keller-Projekten, bei denen zwei Jugendfreunde es nie wirklich lassen konnten und immer noch ihre seltsamen Tracks raushauen. So was passt natürlich gut zum Humor von „Egon Forever“ und dem dazugehörigen Label That Lux Good Entertainment. Entertainment findet sich auf „Nachher halt irgendwie“ schon, aber dafür bedarf es einiger Vorraussetzungen: Du solltest mit unperfekten Aufnahmen (also LoFi), schrulligem Humor, experimentellen Elektro-Einflüssen und kauzigem DIY-Punk irgendwas anfangen können. Vom Spirit her erinnern die ALMO-Aufnahmen an das, was diverse Kassettentäter ab den 1980ern in Deutschlands Kellern mit Vierspur-Recordern produziert haben. Alles ein bisschen trashig, mit viel seltsamem Humor und der Lust am Experiment versehen. ALMO wären dann so was wie die 1990er-Jahre-westdeutsches-Reihenhaus-Version. Schräg, teilweise kaum anhörbar, aber immer sehr lustig. Dieses Meisterwerk deutscher Untergrund-Liedkunst ist auf 50 Exemplare limitiert. Aber streng.

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