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ANTI-CORPOS

Backlash

2002 schon gründete sich die „queer-punk-noise band“ ANTI-CORPOS in Brasilien, zeigte über die Jahre sporadisch auf Kleinformaten ihr Können und beeindruckte stets durch eine sehr tighte, noisige, druckvolle Version von Hardcore. Mittlerweile sind ANTI-CORPOS nach Berlin übersiedelt, spielen in der Besetzung Adriessa Souza (voc, bs), Helena Krausz (dr) und Irem Kara (voc, gt) und nahmen bereits 2024 mit Jan Oberg im Hidden Planet Studio ihr tatsächlich erstes Album auf. Das beeindruckt mit einem erstmals angemessen wummsenden Sound, der die brachiale Wut und Intensität der Songs zu Themen wie Feminismus, (Anti-)Homophobie und Antirassismus adäquat in Szene setzt. Ich muss immer wieder an CONVERGE denken, so präzise und düster ballernd wird hier mit wuchtigem Drumming, bollerndem Bass und bissig-ätzender Gitarre sowie finster grollenden Vocals agiert. Neun Songs, die sich auf dieser 45-rpm-12“ auch klanglich entfalten können. Die sehr direkten englischen Texte gibt’s auf dem Beiblatt zu lesen, „I refuse“ ist von Angela Davis inspiriert, „White guilt“ ist ein klares Statement, „Migrant hearts“ klagt an. Das Album ist ein Co-Release von Emancypunx, No Gods No Masters und Refuse Records.

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