
Der Bubblegum-Punk der 1990er schmeckt 30 Jahre später genauso wie die Fruchtkaugummis der Ära. WEEZER-Fans können davon einige Lieder singen. Und auch ASH leiden unter dem WEEZER-Effekt: Auch wenn die Alben nicht mehr knallen wie früher, finden sich zumindest hier und da immer wieder einige feine Momente. Auf „Ad Astra“ wären das die beiden Features mit Graham Coxon (BLUR), „Fun people“ und der abschließende Titelsong, der mit PIXIES-Gedächtnischören beginnt und es schafft, die Fluffigkeit der frühen ASH-Songs ins Hier und Jetzt zu holen. Highlight ist „Dehumanised“, das es schafft, die Band in Würde altern zu lassen, und von dem man sich einfach mehr wünscht. „Deadly love“ bedient sich an der Ästhetik der 1980er und geht auch als angenehme Weiterentwicklung durch. Mit dem gruseligen Cover von „Jump in the line“ (im Original von Harry Belafonte, für viele vermutlich durch den Film „Beetlejuice“ bekannt) und dem käsigen auf Hit getrimmten „Keep dreaming“ ist man jedoch wieder bei den letzten zehn Jahren mit durchwachsenem WEEZER-Output angelangt. Ein zwiespältiges Album.
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