
Auch wenn die Band sich jüngst mit früheren Songs aus ihrer Karriere neue Hörerschaften erschlossen hat, gehen BASEMENT ihren Weg unbeirrt weiter. Oder sagen wir besser, sie nehmen ihn wieder auf, denn acht Jahre ohne neues Album stellen schon einen Einschnitt dar. Nichtsdestotrotz, die Briten machen in ihrer musikalischen Entwicklung keinen Halt. Das Austarieren des eigenen Kosmos steht weiterhin im Mittelpunkt und man beugt sich nicht der Erwartungshaltung, doch bitte eine Neuauflage von „Covet“ abzuliefern. Ohnehin, wer BASEMENT 2026 immer noch immer unter Neo Grunge meets Emocore abgelegt hat, hat schon länger nicht mehr aufgepasst. Vor allem offenbart „Wired“ noch deutlicher als seine Vorgänger, was für smarte Songwriter die Briten sind, denn sie haben sich für eine Produktion entschieden, die unnötige Effekte vermeidet und somit darauf verzichtet, allzu zeitgemäß, also aufgeblasen und perfektionistisch zu klingen. Dabei ist die Palette der Emotionen und Stimmungen breit gefächert: Vom Laut/leise-Wechselspiel des Titelsongs bis hin zum behutsamen „Head alight“ fahren sie alles auf und platzieren dazwischen noch den süchtig machenden Rocker „Pick up the pieces“. Mit „Wired“ gehen BASEMENT nicht im Spannungsfeld aus Möglichkeiten und Erwartungen verloren, sondern finden so noch mehr zu sich selbst sowie zu einem starken Werk.
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