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FLUPPE

Beest

Sind das noch die FLUPPE aus Hamburg, die wir als Erben der Hamburger Schule so geschätzt haben? Klar, sind die das. Aber es hat sich einiges getan. Neuer Sound, neuer Sänger, neuer Produzent, neues Album. Aber von Anfang an. Nach den ersten beiden Alben „Blüte“ (2021) und „Boutique“ (2023) hat Frontmann Josef Endicott die Notbremse gezogen und beschlossen, sich auf sein Solo-Projekt Joe Astray zu konzentrieren. Ersatz fanden FLUPPE in ihrer Lieblingsbar Mutter. Dort verpflichteten sie Barkeeper Oscar Pursch von der Theke weg. Für Konzerte haben FLUPPE mit Niko gleich noch einen zweiten Gitarristen engagiert. Und die beiden bringen gleich den neuen Sound mit. Die Hamburger klingen 2026 weniger nach TOCOTRONIC oder TURBOSTAAT, sondern eher wie eine dieser hippen britischen Post-Punk- oder Shoegaze-Bands wie FONTAINES D.C. oder SHAME. Dabei hat auch Produzent Tobias Siebert (KLEZ.E, SLUT, Philipp Boa) eine Rolle gespielt, der für seine Vorliebe für klirrende CURE-Gitarren bekannt ist. Das Resultat klingt kühler, verwuschelter, unwirklicher und kryptischer. Die Texte geben mehr Rätsel auf, als dass sie Storys erzählen. Es geht um Aliens, Klone, Künstliche Intelligenz oder Engel. Alles irgendwie unklar, aber spannend. Dazu Neonröhren und skinny Jeans. Fertig ist die Postmoderne. Mutiger Neustart für die Band. Bin gespannt, wie es weitergeht.

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