
Das Debüt „Scherbenhügel“ der Deathpop-Band BERLIN 2.0 hat mir sehr gut gefallen. Schwer zu sagen, was in der Zwischenzeit passiert ist, aber das neue Album „Kaltental“ tut es irgendwie nicht. Das hört sich alles so dermaßen nach angezogener Handbremse an, es ist wirklich schade. Die Produktion tut BERLIN 2.0 nicht wirklich gut, die Musik strahlt nicht halb so sehr, wie sie es könnte. Inhaltlich mangelt es nicht an Brisanz und es gibt Lichtblicke, wie zum Beispiel den Song „1789“. Eine gewisse Originalität im schier endlosen Post-Punk-Pool, die auch dem besonderen Gesang entspringt, lässt sich der Band auch auf „Kaltental“ nicht absprechen. Der immense Druck, der auf „Scherbenhügel“ so einnehmend war, will auf dem Nachfolger aber nicht so richtig entstehen. Schade.
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