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PILS-ANGELS

Bottroper Bier

PILS-ANGELS? Da war doch was. Klar, 1995, der fünfte „Sicher gibt es bessere Zeiten ...“-Sampler, da waren sie noch verliebt in einen Fußball-Hooligan. Und heute, 30 Jahre später, gibt es eine neue LP der Bottroper Band mit dem Untertitel „... und andere Geschichten von hier“. „Hier“, das ist der Ruhrpott und dieser typische Pottcharme steckt auch in der ganzen Platte. Zehn Songs zeigen die ganze Bandbreite der PILS-ANGELS. „Aspirin“ oder auch „Frisösen des Bösen“ haben was von frühen WOMBELS oder auch FROHLIX. Mit einer Schweinerock-Gitarre wollen sie aufs Ruhrpott Rodeo. „Wahre Freundschaft“ ist wichtig genauso wie Schalke 04. Bier wird auch selber gebraut und „Elvis lebt“. Bottrop, „die Stadt mit vielen Ecken“ wird besungen, und das ist jetzt kein Lokalpatriotismus. Und vor Schlagern wie „Bottroper Bier seit 2019“ sind sie auch nicht bange. Das wären allerdings für mich die Songs, die ich auf einem PILS-ANGELS-Gig zum Pipi machen und Bier holen nutzen würde. Live dürften sie jedenfalls gut abgehen. In den 1980ern hätten wir das als Fun-Punk bezeichnet, und die Scheibe, übrigens auf mehrfarbigem, recycletem Vinyl, neben die ersten Platten von DIE TOTEN HOSEN oder MIMMI’S gestellt.

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